Als krönenden Abschluss des 25-jährigen Vereinsbestehens des Partnerschaftsvereins M.W.A.N.Z.A. e. V. reisten 13 Würzburger:innen, 8 Frauen und 5 Männer zwischen 30 und 80 Jahren, in die Partnerstadt. Gleichzeitig werden damit, parallel zur Ausstellung „Weltkunst aus Tansania“ im Foyer des Rathauses, Akzente zum 60-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft gesetzt. Mit einem Festakt im Juni wird die Stadt Würzburg das noch feierlich begehen.
Unter der Leitung von Michael Stolz, dem Vereinsvorsitzenden, nahm die Gruppe zunächst am Musikfestival Sauti za Busara in Sansibar teil. Auf dem Programm stand auch die Besichtigung der Weltkulturerbestätte Stone Town, des ältesten Teils von Sansibar-Stadt.
Nach kurzem Strandaufenthalt wurde das Barefoot College besucht, das mit seinem Konzept sehr beeindruckte: In Kursen werden Frauen ohne formale Schulausbildung darin ausgebildet, kleine Haus-Photovoltaik-Anlagen einzurichten und später zu warten. So erhalten Dörfer ohne Stromanschluss eine elektrische Grundversorgung. Die Ingenieurin Gerlinde N. sah darin, „eine gute Anregung für ähnliche Dörfer bei Mwanza“. Außerdem bekommen die Frauen zu Bildungs-, Erziehungs- und Aufklärungsthemen Unterstützung.
In Mwanza erwartete die Gruppe ein dichtes Programm. Gleich zu Beginn traf sie auf eine alte Bekannte: Anunsiata Girye Peter stand kurz vor ihrer Rückreise nach Würzburg, wo sie etwa das halbe Jahr mit ihrem Mann lebt. In Mwanza leitet sie die Montessori Sparkling Star Nursery School. Die konzentrierte und zugleich spielerische Lernatmosphäre in diesem Kindergarten beeindruckte die Besucher:innen: „So ein konzentriertes, selbstbestimmtes Arbeiten haben wir nur selten“, bemerkte Grundschullehrerin Anja B., die sich derzeit in einem Sabbatjahr befindet.
Am ersten Nachmittag folgte der Besuch des großen Montessori-Zentrums in Kiloleli. Neben dem Schultreiben fand sich eine kleine Bäckerei, die mit Solarspiegeln erhitzt wird und leckere Plätzchen und Brote herstellt. Selbstbewusst führte die Leiterin, die Franziskanerin Sr. Denise, ihre Gäste durch ihren landwirtschaftlichen Betrieb mit Kühen, Hühnern und Enten. Dabei betonte sie die Bedeutung von Verantwortung im Alltag und lobte einen Angestellten: „Du kümmerst dich um die Hühner wie um deine Familie.“
Am späten Nachmittag führte Mary Kabati vom Hauswirtschaftsverein TAHEA landwirtschaftliche Projekte wie den Anbau von Reis, Tomaten und Kohl vor: „So tragen wir zur gesunden Ernährung bei und verschaffen unseren Frauen ein eigenes Einkommen.“
Am nächsten Vormittag zeigte der zweite Vorsitzende Thomas Barcatta der Gruppe seinen Verantwortungsbereich und wie er das IT-Interesse in Mwanza fördern möchte: „Hier in der Butimba-Grundschule wurde der Computerraum durch die Grundschule Lengfeld finanziert. Die Ausstattung mit Möbeln sowie die Bereitstellung der Computer erfolgte durch den M.W.A.N.Z.A. e. V.“ Was daraus geworden ist, erfuhren die Besucher:innen in einer Vorführstunde, in der die Schüler:innen angeleitet wurden, einen kleinen Papp-Ventilator zu basteln und zu programmieren. Das Lehrpersonal bestand aus IT-Fachkräften des Start-ups MITzKits, das auch vom M.W.A.N.Z.A. e. V. geförderte Robotikkurse im Gunzert-Haus anbietet. „Einen so praktischen Unterricht sehe ich bei uns nur selten“, stellte die Architektin Ulrike L. fest.
Der Nachmittag wurde im Gunzert-Haus verbracht, dem kürzlich renovierten Sitz des früheren deutschen Gouverneurs. Das Jugendstil-Haus bietet eine kleine Ausstellung zur Kolonialgeschichte, einen Kunstartikel-Shop und einen tollen Ausblick herab auf die Märkte ringsum. Eine Bootsfahrt vom Bismarck-Rock zum Fischmarkt rundete die Erkundung für diesen Tag ab.
Der Samstag wurde genutzt, um Jugendhilfeeinrichtungen kennen zu lernen. Die Zufahrt zum Urafiki-Girls-Center gestaltete sich sehr beschwerlich. Das Gezeigte aber überraschte. 20 bis 30 Mädchen präsentierten ihre Ergebnisse stolz der Besuchergruppe: Wie man sich bewirbt und eine Arbeitsstelle am Computer sucht, erklärten Mädchen die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit. Stephan L. war davon so begeistert, dass er eine weitere Förderung aus Würzburg vorschlug, um diese guten Ansätze voranzubringen.
Einen Lern- und Spieletag verbrachten die Besuchenden beim Uzima-Centre, zu dem es bereits Kontakte seit Längerem gibt. Mit den Kindern ließen sie sich das Mittagessen aus Reis und Bohnen schmecken. Das Uzima-Centre unterstützt Menschen mit HIV und Kinder aus sozial benachteiligten Lebenssituationen. Durch das vom Würzburger Partnerkaffee geförderte Mittagessenprogramm erhalten 40 Jugendliche täglich eine Mahlzeit.
Anschließend führte der Weg zu Fonelisco, einem Kinderheim für Straßenkinder, das aus Thüngersheim Unterstützung erhält. Dabei wurden unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar: „Im Kinderheim teilen sich mehrere Kinder ein Schlafzimmer, teilweise auch ein Bett – eine Wohnsituation, die sich von den gewohnten Bedingungen in Deutschland unterscheidet“, sagte Hedwig K.
Der frühe Gottesdienst am Sonntag war nötig, um den Kiswahili-Chor in der Nyakahoja-Kirche zu erleben. Schwungvoll und lebendig gestaltete er die Messe mit. Anschließend traf sich die Gruppe mit dem Kirchenchor, der 2009 schon mit dem Würzburger Chor Voices in Mwanza aufgetretenwar. Ein Video aus Würzburg wurde vorgespielt und eine Erwiderung darauf aufgenommen. Die frischen und kräftigen Stimmen der Sängergruppe erstaunten die Zuhörenden.
Gegen Mittag traf der Daladala (Kiswahili für einen Kleinbus) mit der Gruppe in Kisesa ein, um das Bujora Sukuma Museum zu besuchen. Sozialstruktur, Handwerk, Bauweise und Geschichte der in der Region Mwanza ansässigen Gemeinschaft werden hier lebendig. Auf der Heimfahrt erfreuten sie sich am sportlichen Treiben auf einem Sportzentrum, das mit Mitteln aus Würzburg in Zusammenarbeit mit „Mein Ball, dein Ball e. V.“ gebaut worden war.
Huruma, eine Bildungsstätte für Menschen mit Behinderung, lenkte am Montag die Aufmerksamkeit auf sich. Die individuell zugeschnittene Zuwendung zu den Jugendlichen imponierte sehr. An dieser Schule fördert der M.W.A.N.Z.A. e. V. seit Jahren die Hälfte der weiblichen Angestellten, indem er einen Teil ihrer Gehälter übernimmt und so ihre Beschäftigung langfristig sichert.
Zwei Arbeitsplätze wurden noch am Nachmittag besucht und beobachtet, wie MITzKits seine Technikbaukästen herstellt und wie in der Lederfabrik von Masia Mmari die Upcycling-Produkte von „Mein Ball, dein Ball“ entstehen. Aus alten Lederbällen werden modische Taschen und Rücksäcke hergestellt, die in Deutschland die sportlichen Initiativen in der Region Mwanza fördern.
Beim Abschlussabend kamen über 40 Gäste zusammen. Das Treffen bot Gelegenheit zum Austausch zwischen deutschen und tansanischen Partnern sowie zur stärkeren Vernetzung der Projekte vor Ort untereinander.
Nach einer anschließenden zweitägigen Safari rundeten Besuche in der St.-Theresa-Grundschule und im Shaloom Care House die Reise ab.
Gemeinsame Perspektiven und nachhaltige Eindrücke
Für die Teilnehmenden standen vor allem die Begegnungen im Mittelpunkt.
Susanne K. beschreibt die Reise als „neue Erfahrung“. Besonders die Besuche der verschiedenen Projekte und die Menschen, die dahinterstehen, hätten sie sehr beeindruckt und viele neue Eindrücke ermöglicht.
Auch Edda T. spricht von einer „großen Bereicherung“. Die Reise habe ihr neue Perspektiven eröffnet. Besonders bewegend sei für sie gewesen zu erleben, mit welchem Engagement Menschen ihre Arbeit gestalten und sich den täglichen Herausforderungen stellen. Die Denkanstöße seien für sie „mit nachhaltiger Wirkung“.
Ulrike L. und Ulrich K. berichten, dass ihnen während der Reise besonders bewusst geworden sei, „in welch privilegierten Verhältnissen wir in Deutschland leben“. Gleichzeitig habe die Begegnung mit den Menschen vor Ort Fragen aufgeworfen: etwa, in welchem Verhältnis materieller Wohlstand und Lebenszufriedenheit stehen – und wie selbstverständlich der eigene Lebensstandard oft wahrgenommen wird.
Noch unmittelbarer erlebt Anja B. die Situation vor Ort: Sie unterstützt derzeit in der Montessori-Schule und gewinnt so vertiefte Einblicke. „Ich bekomme eine Ahnung, welch großes, weitreichendes Unternehmen hier aufgebaut wurde“, sagt sie. Zugleich werde deutlich, welche Herausforderungen täglich zu bewältigen seien. Umso bemerkenswerter sei die Anerkennung durch die Schulbehörde, die die Schule als Modell für andere Einrichtungen sieht.
Schriftführerin Janneke Tiegna wurde während der Reise zudem noch einmal bewusst, wie stark historische Entwicklungen bis heute nachwirken. Auf Sansibar – einem wichtigen Ort des ostafrikanischen Sklavenhandels – ebenso wie in Mwanza mit seinen kolonial geprägten Gebäuden oder in der Serengeti mit ihren historisch gewachsenen Naturschutzkonzepten zeigen sich solche Kontinuitäten. Besonders deutlich werden diese für sie am Viktoriasee: Während größere Fischarten wie Nilbarsch und Tilapia vor allem für den Export nach Europa und in ostafrikanische Nachbarländer bestimmt sind, bleiben für die lokale Bevölkerung häufig kleinere Fische oder Verarbeitungsreste.
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2026/04/kl-Montessori-Zentrum-Materialien-Laden-Andrea-Steiner.jpg576864adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2026-04-15 21:56:312026-04-15 21:56:31Beeindruckender Mwanza-Besuch durch Würzburger Gruppe
Im Februar waren wir zu 13. in Tansania, vor allem in Mwanza. Am Dienstag, den 14.4. um 18.30 Uhr wollen wir einen Rückblick geben mit Infos von uns und Bildern per Zoom um 18.30 Uhr.
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2026/04/Bismarck-Rock.jpg441750adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2026-04-10 05:13:262026-04-10 05:13:26Zoom am 14. April um 18:30 Uhr – Rückblick auf den Besuch in Tansania, Mwanza
Würzburg ist seit 60 Jahren mit Mwanza in Tansania partnerschaftlich verbunden. Darüber hinaus bestehen in Würzburg zahlreiche zivilgesellschaftliche, kirchliche und entwicklungspolitische Kooperationen mit dem ostafrikanischen Land sowie mit weiteren Ländern des sogenannten globalen Südens.
Diese vielfältigen Beziehungen bieten große Chancen – bringen jedoch auch Verantwortung mit sich, insbesondere in der Art und Weise, wie Menschen, Lebensrealitäten und Partnerschaften öffentlich dargestellt werden. Vor diesem Hintergrund richtet sich die Veranstaltung gezielt an NGOs, Vereine und Initiativen, die insbesondere in afrikanischen Kontexten tätig sind.
Ausgehend vom Anspruch einer unteilbaren, universellen Menschenwürde soll gemeinsam reflektiert werden, wie Öffentlichkeitsarbeit gestaltet sein kann, ohne koloniale Bilder, rassistische Zuschreibungen oder Hierarchien zu reproduzieren. Ziel des Abends ist es, Interessierte für eine dekoloniale und antirassistische Gestaltung von Öffentlichkeitsarbeit zu sensibilisieren.
In einem interaktiven Vortrag mit praktischen Übungsbeispielen sollen Impulse für die eigene Vereinsarbeit sowie für die Zusammenarbeit mit Partner*innen im globalen Süden gegeben werden.
Der Weltladen Würzburg wird außerdem einen Verkaufstisch mit Büchern zu den Themen Rassismus, Empowerment und Diversität anbieten.
📍 Burkardushaus Würzburg (Konferenzraum 2; Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung von M.W.A.N.Z.A. e.V. und dem Weltladen Würzburg,
in Kooperation mit der Diözesanstelle Weltkirche und dem Eine Welt Forum Würzburg.
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2026/03/Vortrag-24.03.2026.jpg20001414adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2026-03-17 21:59:162026-03-17 22:02:01Interaktiver Vortrag: „Antirassistische Öffentlichkeitsarbeit für in Afrika tätige NGOs & Vereine“
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2026/01/Quo-Vadis-Tansania_insta.jpeg13501080adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2026-01-16 10:23:452026-03-17 22:04:52Informations- und Diskussionsabend zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Tansania
Bei seiner Jahresversammlung konnte der MWANZA e. V. eine positive Bilanz des 25-jährigen Bestehens ziehen. Ziel des Vereins ist es, die Städtepartnerschaft zwischen Würzburg und Mwanza mit Leben zu füllen und Menschen aus beiden Städten miteinander in Kontakt zu bringen. Gegenseitige Besuche, Schüleraustausche und vielfältige Begegnungen haben dazu maßgeblich beigetragen.
Seit vielen Jahren begleitet und fördert der Verein mit großem Engagement zahlreiche Projekte. Dazu zählen die Mädchenförderung an verschiedenen Schulen wie der Viktoriaschule und dem Montessorizentrum, die AIDS-Beratung bei Uzima sowie im Shaloom Care House, Projekte für Menschen mit Behinderung bei Huruma und Tunaweza, die Unterstützung von Kinderheimen wie Fonelisco und Malimbe Family, die Förderung des Breitensports bei Mwanza Sports Charity, Robotik-Workshops und IT-Versorgung sowie Einzelstipendien. Allein in den vergangenen elf Jahren flossen knapp 500.000 Euro an Unterstützungsgeldern nach Mwanza.
Das vergangene Jahr wurde durch zwei besondere Konzerte festlich geprägt: Im Juli spielte die tansanische Band „Abeneko & the Positive Minds“ im Keller Z87, Ende Oktober fand das Doppel-Benefizkonzert des Würzburger Rock-Pop-Gospel-Chors VOICES und des Chors Ton-in-Ton aus Hanau in der voll besetzten Stephanskirche statt. Mehrere Online-Treffen ermöglichten zudem den Austausch zwischen den Partnerstädten Würzburg und Mwanza. Auch bei Veranstaltungen wie Frühling International und dem Africa Festival war der Verein präsent.
Ein weiteres Anliegen des MWANZA e. V. ist die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe. Zudem wurde die Künstlergruppe „Colour Mwanza“ organisatorisch unterstützt. Darüber hinaus sammelte und überarbeitete der Verein rund 200 Computer für Schulen und trug maßgeblich dazu bei, diese gemeinsam mit Sport- und medizinischen Geräten in einem Container nach Mwanza zu versenden.
Abgerundet wurde das Engagement für die Partnerstadt durch Kisuaheli-Lieder beim städtischen Weihnachtssingen am 21. Dezember. Für Februar 2026 ist eine Mitgliederreise nach Mwanza geplant, mit der zugleich das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft eingeläutet wird.
Weitere Informationen zum Verein und zu Spendenmöglichkeiten finden sich unter
Michael Stolz: Besuch des Oberbürgermeisters am Stand. vlnr 2. Vorsitzender Thomas Barcatta, OB Martin Heilig, David und Anunsiata aus Mwanza, Alexander Kückes von Würzburg International.
Helmut Stahl: Am Ende von Frühling International ein lockerer Tanz. vlnr: Deo und David, Mwanzaner Studenten aus Schweinfurt; Marvin Makeréel, Student aus Würzburg; Päivi Köhler, Mitglied; Michael Stolz, Vorsitzender des MWANZA eV
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2026/01/2025-12-20-DSC09593-scaled.jpg14432560adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2026-01-05 16:42:242026-03-17 22:05:17Ein gelungenes Jubiläumsjahr: 25 Jahre MWANZA e. V.
KI-Workshops in der Partnerstadt Mwanza begeistern
Konzentriertes Arbeiten im Robotik-Workshop. Foto: Wilson Mabala-Mitzkits
Im Herbst 2025 fand im Gunzerthaus in Mwanza der inzwischen zehnte Robotik-Workshop des Vereins Mwanza e.V. statt – diesmal mit einem besonderen Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz. Zum ersten Mal lernten Kinder und Jugendliche in Tansania nicht nur Roboter zu bauen, sondern ihnen auch beizubringen, wie Maschinen „lernen“ und „entscheiden“.
Rund 45 Teilnehmende im Alter von 10 bis 15 Jahren tauchten eine Woche lang in die Welt von KI und Robotik ein. Unter Anleitung des tansanischen Start-ups MITzKits erkundeten sie spielerisch, wo KI im Alltag vorkommt, sammelten Daten und trainierten eigene Modelle – etwa zur Erkennung von Emotionen oder für die tansanische Gebärdensprache. Dabei wurde auch über Chancen, Risiken und ethische Fragen diskutiert.
In der zweiten Hälfte bauten die Kinder eigene Roboter: kleine Kipp-Laster, die per Smartphone gesteuert wurden, getestet, verbessert und schließlich in spannenden Wettkämpfen gegeneinander antraten. Zum Abschluss durfte jedes Kind ein selbstgebautes Mini-Auto
Stolze LKW-Erbauer Foto: Wilson Mabala-Mitzkits
mit nach Hause nehmen – ein greifbares Symbol für das Gelernte.
Neben Technik stand Teamgeist im Vordergrund: Zusammenarbeit, Präsentation und kreative Problemlösung. Diese „Soft Skills“ sind ebenso wichtig wie Programmieren, um die Zukunft aktiv mitzugestalten. Am letzten Tag präsentierten die Kinder stolz ihre Projekte Eltern und Gästen – und zeigten, wie viel Potenzial in ihnen steckt.
Was in Mwanza passiert, wünschen sich viele Kinder auch in Deutschland: Lernen mit Begeisterung, Selbstwirksamkeit und Neugier auf Zukunftstechnologien. Der Workshop zeigt, dass Bildung mit Herz, Kreativität und Technik Brücken schlagen kann – über Kontinente hinweg.
Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die diese Initiative ermöglichen. Damit Kinder in Tansania weiter entdecken können, wie spannend Lernen mit KI ist, bleibt Mwanza e.V. auf Spenden angewiesen – für eine Generation, die die Zukunft versteht und gestaltet.
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2025/11/Konzentriertes-Arbeiten-im-Robotik-Workshop.png513822adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2025-11-07 09:32:472026-03-17 22:06:09Wenn Kinder Maschinen das Denken beibringen
Im November 2009 besuchte der bekannte Gospel-Rock Pop Chor Voices die Partnerstadt Mwanza in Tansania und gab dort mehrere Konzerte. Die Zusammenarbeit und Begeisterung haben über die Jahre nicht nachgelassen. Für ein Konzert zugunsten M.W.A.N.Z.A. e.V. am 26. Oktober in St. Stephan wird Voices zusammen mit dem Chor Ton-in-Ton auftreten. Das beliebte Hanauer Ensemble begeistert wie Voices mit fetzigen Gospels, bekannten Charthits und berührenden Balladen. Die Sänger der beiden sehr erfahrenen Ensembles werden das Publikum mit tollen Arrangements und begeisterndem Groove unterhalten. Bei ihrem Gesang entsteht eine inspirierende Kraft, die in Ohren und Herzen der Zuhörenden fließt und bewegt. Zu einem zündenden Finale werden sich schließlich 100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne präsentieren, Gänsehautfeeling versprochen.
Die Einnahmen des Konzertes mit Voices und Ton-in-Ton kommen gänzlich den sozialen Werken von M.W.A.N.Z.A. e.V. zugute. Dazu gehören insbesondere Mädchenförderung in Mwanza, Unterstützung einer Schule für behinderte Jugendliche, Medizinische Notfall-Versorgung und berufsfördernde Kurse.
Das Benefizkonzert findet am Sonntag 26. Okt. 2025 um 17:00 Uhr in der Kirche St. Stephan, Wilhelm-Schwinn-Platz 1 statt, Einlass ab 16:30 Uhr. Karten von 10 bis 18 Euro sind im Vorverkauf ab 20. Sept. 2025 bei www.okticket.de oder im Weltladen in der Plattnerstraße 14 erhältlich. Weitere Infos unter www.voices-wuerzburg.de
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2025/09/Ton-in-Ton.jpg7731030adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2025-09-08 08:34:302026-03-17 22:06:09Benefizkonzert 25 Jahre M.W.A.N.Z.A. e.V. Zwei bekannte Chöre singen für Würzburgs Partnerstadt in Tansania
Thema: AIDS-Beratungsstelle und Montessori-Kindergarten in Mwanza stellen sich vor.
So werden Kontakte viel unmittelbarer: Mit der ca. 6000 km entfernten Partnerstadt Mwanza am Viktoriasee lässt sich unmittelbar reden.
Joanne Miya vom Uzima Centre in Ilemela, einem Stadtteil von Mwanza, wird von ihrem Projekt erzählen, von Selbsthilfegruppen, die gefördert werden und vom Zugang zu Schulmahlzeiten die weit mehr als eine ernährungsphysiologische Maßnahme sind. Sie sind ein gezieltes Instrument zur Förderung von Bildung und sozialem Schutz. Dieses Jahr wird das vom Würzburger Partnerkaffee gefördert.
Anunsiata Girye Peter, früher Ausbildungsleiterin im Montessori Centre in Mwanza, leitet dort den Montessori Sparkling Star Kindergarten, in dem gewaltfrei und kreativ mit Montessori Materialien erzogen wird. Sie wird über die Arbeit berichten.
Beide Projekte werden über den MWANZA eV gefördert, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Zeit: 28.Juli 2025 17:00-19:00 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2025/07/zoom.image_.2.png8241012adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2025-07-22 14:56:002025-07-22 15:04:29MWANZA eV – Zoom-Meeting für Montag, den 28.7. um 17.00 Uhr.
Mwanza e.V. feiert mit Abeneko & The Positive Minds im Keller Z87
Der Verein Mwanza e.V. hat sein 25-jähriges Bestehen mit einem mitreißenden Konzert im Keller Z87 gefeiert. Jugendliche und bis zu über 80-Jährige tanzten begeistert drei Stunden lang zu den kraftvollen Rhythmen von Abeneko & The Positive Minds, einer der spannendsten Bands der ostafrikanischen Musikszene. Der Sänger, Gitarrist, Tänzer und Choreograf Abeneko brachte mit seiner Formation eine energiegeladene Mischung aus Afro-Fusion, Funk, traditionellen Klängen und ostafrikanischen Beats auf die Bühne. Die Band überzeugte mit musikalischer Präzision, Bühnenpräsenz und starken gesellschaftlichen Botschaften.
der MWANZA e.V. feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen – ein Vierteljahrhundert engagierter Austausch und gelebte Partnerschaft zwischen Würzburg und der tansanischen Stadt Mwanza. Dieses besondere Jubiläum möchten wir mit einem musikalischen Highlight begehen:
Wir freuen uns sehr, Abeneko & The Positive Minds aus Tansania in Würzburg begrüßen zu dürfen – eine der spannendsten Stimmen der ostafrikanischen Musikszene! 📅Datum: 04. Juli 2025 🕗Uhrzeit: 20 Uhr 📍Ort: Keller Z87, Würzburg
Der charismatische Sänger, Gitarrist, Tänzer und Choreograf Abeneko bringt gemeinsam mit seiner siebenköpfigen Band tanzbare Afro-Fusion, Funk, ostafrikanische Rhythmen und traditionelle Klänge auf die Bühne.
Die Band steht für energiegeladene Live-Auftritte und starke Botschaften zu gesellschaftlichen und kulturellen Themen.
Ob auf Festivals in Sansibar, Südafrika oder Südkorea – ihr Sound begeistert weltweit. Und nun auch in Würzburg!
Feiern Sie mit uns 25 Jahre MWANZA e.V. – mit einem unvergesslichen Abend voller Musik, Bewegung und internationaler Verbundenheit!
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Einladung in Ihrem Netzwerk weiterverbreiten und an Interessierte weiterleiten.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
https://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2025/06/Abeneko.jpg10801080adminwphttp://mwanza.de/wps/wp-content/uploads/2024/08/logo-mwanza-wuerzburg-neu-1-1030x149.pngadminwp2025-06-26 07:54:092025-06-26 08:05:41Jubiläumskonzert – 25 Jahre MWANZA e.V.
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Beeindruckender Mwanza-Besuch durch Würzburger Gruppe
/in Aktuelles, Besuche in Mwanza, Uncategorized-DEAls krönenden Abschluss des 25-jährigen Vereinsbestehens des Partnerschaftsvereins M.W.A.N.Z.A. e. V. reisten 13 Würzburger:innen, 8 Frauen und 5 Männer zwischen 30 und 80 Jahren, in die Partnerstadt. Gleichzeitig werden damit, parallel zur Ausstellung „Weltkunst aus Tansania“ im Foyer des Rathauses, Akzente zum 60-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft gesetzt. Mit einem Festakt im Juni wird die Stadt Würzburg das noch feierlich begehen.
Unter der Leitung von Michael Stolz, dem Vereinsvorsitzenden, nahm die Gruppe zunächst am Musikfestival Sauti za Busara in Sansibar teil. Auf dem Programm stand auch die Besichtigung der Weltkulturerbestätte Stone Town, des ältesten Teils von Sansibar-Stadt.
Nach kurzem Strandaufenthalt wurde das Barefoot College besucht, das mit seinem Konzept sehr beeindruckte: In Kursen werden Frauen ohne formale Schulausbildung darin ausgebildet, kleine Haus-Photovoltaik-Anlagen einzurichten und später zu warten. So erhalten Dörfer ohne Stromanschluss eine elektrische Grundversorgung. Die Ingenieurin Gerlinde N. sah darin, „eine gute Anregung für ähnliche Dörfer bei Mwanza“. Außerdem bekommen die Frauen zu Bildungs-, Erziehungs- und Aufklärungsthemen Unterstützung.
In Mwanza erwartete die Gruppe ein dichtes Programm. Gleich zu Beginn traf sie auf eine alte Bekannte: Anunsiata Girye Peter stand kurz vor ihrer Rückreise nach Würzburg, wo sie etwa das halbe Jahr mit ihrem Mann lebt. In Mwanza leitet sie die Montessori Sparkling Star Nursery School. Die konzentrierte und zugleich spielerische Lernatmosphäre in diesem Kindergarten beeindruckte die Besucher:innen: „So ein konzentriertes, selbstbestimmtes Arbeiten haben wir nur selten“, bemerkte Grundschullehrerin Anja B., die sich derzeit in einem Sabbatjahr befindet.
Am ersten Nachmittag folgte der Besuch des großen Montessori-Zentrums in Kiloleli. Neben dem Schultreiben fand sich eine kleine Bäckerei, die mit Solarspiegeln erhitzt wird und leckere Plätzchen und Brote herstellt. Selbstbewusst führte die Leiterin, die Franziskanerin Sr. Denise, ihre Gäste durch ihren landwirtschaftlichen Betrieb mit Kühen, Hühnern und Enten. Dabei betonte sie die Bedeutung von Verantwortung im Alltag und lobte einen Angestellten: „Du kümmerst dich um die Hühner wie um deine Familie.“
Am späten Nachmittag führte Mary Kabati vom Hauswirtschaftsverein TAHEA landwirtschaftliche Projekte wie den Anbau von Reis, Tomaten und Kohl vor: „So tragen wir zur gesunden Ernährung bei und verschaffen unseren Frauen ein eigenes Einkommen.“
Am nächsten Vormittag zeigte der zweite Vorsitzende Thomas Barcatta der Gruppe seinen Verantwortungsbereich und wie er das IT-Interesse in Mwanza fördern möchte: „Hier in der Butimba-Grundschule wurde der Computerraum durch die Grundschule Lengfeld finanziert. Die Ausstattung mit Möbeln sowie die Bereitstellung der Computer erfolgte durch den M.W.A.N.Z.A. e. V.“ Was daraus geworden ist, erfuhren die Besucher:innen in einer Vorführstunde, in der die Schüler:innen angeleitet wurden, einen kleinen Papp-Ventilator zu basteln und zu programmieren. Das Lehrpersonal bestand aus IT-Fachkräften des Start-ups MITzKits, das auch vom M.W.A.N.Z.A. e. V. geförderte Robotikkurse im Gunzert-Haus anbietet. „Einen so praktischen Unterricht sehe ich bei uns nur selten“, stellte die Architektin Ulrike L. fest.
Der Nachmittag wurde im Gunzert-Haus verbracht, dem kürzlich renovierten Sitz des früheren deutschen Gouverneurs. Das Jugendstil-Haus bietet eine kleine Ausstellung zur Kolonialgeschichte, einen Kunstartikel-Shop und einen tollen Ausblick herab auf die Märkte ringsum. Eine Bootsfahrt vom Bismarck-Rock zum Fischmarkt rundete die Erkundung für diesen Tag ab.
Der Samstag wurde genutzt, um Jugendhilfeeinrichtungen kennen zu lernen. Die Zufahrt zum Urafiki-Girls-Center gestaltete sich sehr beschwerlich. Das Gezeigte aber überraschte. 20 bis 30 Mädchen präsentierten ihre Ergebnisse stolz der Besuchergruppe: Wie man sich bewirbt und eine Arbeitsstelle am Computer sucht, erklärten Mädchen die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit. Stephan L. war davon so begeistert, dass er eine weitere Förderung aus Würzburg vorschlug, um diese guten Ansätze voranzubringen.
Einen Lern- und Spieletag verbrachten die Besuchenden beim Uzima-Centre, zu dem es bereits Kontakte seit Längerem gibt. Mit den Kindern ließen sie sich das Mittagessen aus Reis und Bohnen schmecken. Das Uzima-Centre unterstützt Menschen mit HIV und Kinder aus sozial benachteiligten Lebenssituationen. Durch das vom Würzburger Partnerkaffee geförderte Mittagessenprogramm erhalten 40 Jugendliche täglich eine Mahlzeit.
Anschließend führte der Weg zu Fonelisco, einem Kinderheim für Straßenkinder, das aus Thüngersheim Unterstützung erhält. Dabei wurden unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar: „Im Kinderheim teilen sich mehrere Kinder ein Schlafzimmer, teilweise auch ein Bett – eine Wohnsituation, die sich von den gewohnten Bedingungen in Deutschland unterscheidet“, sagte Hedwig K.
Der frühe Gottesdienst am Sonntag war nötig, um den Kiswahili-Chor in der Nyakahoja-Kirche zu erleben. Schwungvoll und lebendig gestaltete er die Messe mit. Anschließend traf sich die Gruppe mit dem Kirchenchor, der 2009 schon mit dem Würzburger Chor Voices in Mwanza aufgetreten war. Ein Video aus Würzburg wurde vorgespielt und eine Erwiderung darauf aufgenommen. Die frischen und kräftigen Stimmen der Sängergruppe erstaunten die Zuhörenden.
Gegen Mittag traf der Daladala (Kiswahili für einen Kleinbus) mit der Gruppe in Kisesa ein, um das Bujora Sukuma Museum zu besuchen. Sozialstruktur, Handwerk, Bauweise und Geschichte der in der Region Mwanza ansässigen Gemeinschaft werden hier lebendig. Auf der Heimfahrt erfreuten sie sich am sportlichen Treiben auf einem Sportzentrum, das mit Mitteln aus Würzburg in Zusammenarbeit mit „Mein Ball, dein Ball e. V.“ gebaut worden war.
Huruma, eine Bildungsstätte für Menschen mit Behinderung, lenkte am Montag die Aufmerksamkeit auf sich. Die individuell zugeschnittene Zuwendung zu den Jugendlichen imponierte sehr. An dieser Schule fördert der M.W.A.N.Z.A. e. V. seit Jahren die Hälfte der weiblichen Angestellten, indem er einen Teil ihrer Gehälter übernimmt und so ihre Beschäftigung langfristig sichert.
Zwei Arbeitsplätze wurden noch am Nachmittag besucht und beobachtet, wie MITzKits seine Technikbaukästen herstellt und wie in der Lederfabrik von Masia Mmari die Upcycling-Produkte von „Mein Ball, dein Ball“ entstehen. Aus alten Lederbällen werden modische Taschen und Rücksäcke hergestellt, die in Deutschland die sportlichen Initiativen in der Region Mwanza fördern.
Beim Abschlussabend kamen über 40 Gäste zusammen. Das Treffen bot Gelegenheit zum Austausch zwischen deutschen und tansanischen Partnern sowie zur stärkeren Vernetzung der Projekte vor Ort untereinander.
Nach einer anschließenden zweitägigen Safari rundeten Besuche in der St.-Theresa-Grundschule und im Shaloom Care House die Reise ab.
Gemeinsame Perspektiven und nachhaltige Eindrücke
Für die Teilnehmenden standen vor allem die Begegnungen im Mittelpunkt.
Susanne K. beschreibt die Reise als „neue Erfahrung“. Besonders die Besuche der verschiedenen Projekte und die Menschen, die dahinterstehen, hätten sie sehr beeindruckt und viele neue Eindrücke ermöglicht.
Auch Edda T. spricht von einer „großen Bereicherung“. Die Reise habe ihr neue Perspektiven eröffnet. Besonders bewegend sei für sie gewesen zu erleben, mit welchem Engagement Menschen ihre Arbeit gestalten und sich den täglichen Herausforderungen stellen. Die Denkanstöße seien für sie „mit nachhaltiger Wirkung“.
Ulrike L. und Ulrich K. berichten, dass ihnen während der Reise besonders bewusst geworden sei, „in welch privilegierten Verhältnissen wir in Deutschland leben“. Gleichzeitig habe die Begegnung mit den Menschen vor Ort Fragen aufgeworfen: etwa, in welchem Verhältnis materieller Wohlstand und Lebenszufriedenheit stehen – und wie selbstverständlich der eigene Lebensstandard oft wahrgenommen wird.
Noch unmittelbarer erlebt Anja B. die Situation vor Ort: Sie unterstützt derzeit in der Montessori-Schule und gewinnt so vertiefte Einblicke. „Ich bekomme eine Ahnung, welch großes, weitreichendes Unternehmen hier aufgebaut wurde“, sagt sie. Zugleich werde deutlich, welche Herausforderungen täglich zu bewältigen seien. Umso bemerkenswerter sei die Anerkennung durch die Schulbehörde, die die Schule als Modell für andere Einrichtungen sieht.
Schriftführerin Janneke Tiegna wurde während der Reise zudem noch einmal bewusst, wie stark historische Entwicklungen bis heute nachwirken. Auf Sansibar – einem wichtigen Ort des ostafrikanischen Sklavenhandels – ebenso wie in Mwanza mit seinen kolonial geprägten Gebäuden oder in der Serengeti mit ihren historisch gewachsenen Naturschutzkonzepten zeigen sich solche Kontinuitäten. Besonders deutlich werden diese für sie am Viktoriasee: Während größere Fischarten wie Nilbarsch und Tilapia vor allem für den Export nach Europa und in ostafrikanische Nachbarländer bestimmt sind, bleiben für die lokale Bevölkerung häufig kleinere Fische oder Verarbeitungsreste.
Kontakt:
Website: https://mwanza.de
Facebook: https://www.facebook.com/ mwanzaev
Instagram: https://www.instagram.com/mwanza_e.v._/?hl=de
Michael Stolz
Zu den Bildern:
Zoom am 14. April um 18:30 Uhr – Rückblick auf den Besuch in Tansania, Mwanza
/in AktuellesLiebe an Mwanza Interessierte!
Im Anhang sehr ihr uns am Bismarck-Rock.
Eure Fragen könnt ihr natürlich auch stellen.
Interaktiver Vortrag: „Antirassistische Öffentlichkeitsarbeit für in Afrika tätige NGOs & Vereine“
/in AktuellesWürzburg ist seit 60 Jahren mit Mwanza in Tansania partnerschaftlich verbunden. Darüber hinaus bestehen in Würzburg zahlreiche zivilgesellschaftliche, kirchliche und entwicklungspolitische Kooperationen mit dem ostafrikanischen Land sowie mit weiteren Ländern des sogenannten globalen Südens.
Diese vielfältigen Beziehungen bieten große Chancen – bringen jedoch auch Verantwortung mit sich, insbesondere in der Art und Weise, wie Menschen, Lebensrealitäten und Partnerschaften öffentlich dargestellt werden. Vor diesem Hintergrund richtet sich die Veranstaltung gezielt an NGOs, Vereine und Initiativen, die insbesondere in afrikanischen Kontexten tätig sind.
Ausgehend vom Anspruch einer unteilbaren, universellen Menschenwürde soll gemeinsam reflektiert werden, wie Öffentlichkeitsarbeit gestaltet sein kann, ohne koloniale Bilder, rassistische Zuschreibungen oder Hierarchien zu reproduzieren. Ziel des Abends ist es, Interessierte für eine dekoloniale und antirassistische Gestaltung von Öffentlichkeitsarbeit zu sensibilisieren.
In einem interaktiven Vortrag mit praktischen Übungsbeispielen sollen Impulse für die eigene Vereinsarbeit sowie für die Zusammenarbeit mit Partner*innen im globalen Süden gegeben werden.
Der Weltladen Würzburg wird außerdem einen Verkaufstisch mit Büchern zu den Themen Rassismus, Empowerment und Diversität anbieten.
📍 Burkardushaus Würzburg (Konferenzraum 2; Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung von M.W.A.N.Z.A. e.V. und dem Weltladen Würzburg,
in Kooperation mit der Diözesanstelle Weltkirche und dem Eine Welt Forum Würzburg.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus:
https://www.wuerzburg-solidarisch.de/iwgr2026/
Informations- und Diskussionsabend zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Tansania
/in AktuellesEin gelungenes Jubiläumsjahr: 25 Jahre MWANZA e. V.
/in AktuellesBei seiner Jahresversammlung konnte der MWANZA e. V. eine positive Bilanz des 25-jährigen Bestehens ziehen. Ziel des Vereins ist es, die Städtepartnerschaft zwischen Würzburg und Mwanza mit Leben zu füllen und Menschen aus beiden Städten miteinander in Kontakt zu bringen. Gegenseitige Besuche, Schüleraustausche und vielfältige Begegnungen haben dazu maßgeblich beigetragen.
Seit vielen Jahren begleitet und fördert der Verein mit großem Engagement zahlreiche Projekte. Dazu zählen die Mädchenförderung an verschiedenen Schulen wie der Viktoriaschule und dem Montessorizentrum, die AIDS-Beratung bei Uzima sowie im Shaloom Care House, Projekte für Menschen mit Behinderung bei Huruma und Tunaweza, die Unterstützung von Kinderheimen wie Fonelisco und Malimbe Family, die Förderung des Breitensports bei Mwanza Sports Charity, Robotik-Workshops und IT-Versorgung sowie Einzelstipendien. Allein in den vergangenen elf Jahren flossen knapp 500.000 Euro an Unterstützungsgeldern nach Mwanza.
Das vergangene Jahr wurde durch zwei besondere Konzerte festlich geprägt: Im Juli spielte die tansanische Band „Abeneko & the Positive Minds“ im Keller Z87, Ende Oktober fand das Doppel-Benefizkonzert des Würzburger Rock-Pop-Gospel-Chors VOICES und des Chors Ton-in-Ton aus Hanau in der voll besetzten Stephanskirche statt. Mehrere Online-Treffen ermöglichten zudem den Austausch zwischen den Partnerstädten Würzburg und Mwanza. Auch bei Veranstaltungen wie Frühling International und dem Africa Festival war der Verein präsent.
Ein weiteres Anliegen des MWANZA e. V. ist die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe. Zudem wurde die Künstlergruppe „Colour Mwanza“ organisatorisch unterstützt. Darüber hinaus sammelte und überarbeitete der Verein rund 200 Computer für Schulen und trug maßgeblich dazu bei, diese gemeinsam mit Sport- und medizinischen Geräten in einem Container nach Mwanza zu versenden.
Abgerundet wurde das Engagement für die Partnerstadt durch Kisuaheli-Lieder beim städtischen Weihnachtssingen am 21. Dezember. Für Februar 2026 ist eine Mitgliederreise nach Mwanza geplant, mit der zugleich das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft eingeläutet wird.
Weitere Informationen zum Verein und zu Spendenmöglichkeiten finden sich unter
mwanza.de/wps/spenden/
Bildrechte:
Michael Stolz: Besuch des Oberbürgermeisters am Stand. vlnr 2. Vorsitzender Thomas Barcatta, OB Martin Heilig, David und Anunsiata aus Mwanza, Alexander Kückes von Würzburg International.
Helmut Stahl: Am Ende von Frühling International ein lockerer Tanz. vlnr: Deo und David, Mwanzaner Studenten aus Schweinfurt; Marvin Makeréel, Student aus Würzburg; Päivi Köhler, Mitglied; Michael Stolz, Vorsitzender des MWANZA eV
Wenn Kinder Maschinen das Denken beibringen
/in Aktuelles, Chronik 2025, Robotic WorkshopsKI-Workshops in der Partnerstadt Mwanza begeistern
Konzentriertes Arbeiten im Robotik-Workshop.
Foto: Wilson Mabala-Mitzkits
Im Herbst 2025 fand im Gunzerthaus in Mwanza der inzwischen zehnte Robotik-Workshop des Vereins Mwanza e.V. statt – diesmal mit einem besonderen Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz. Zum ersten Mal lernten Kinder und Jugendliche in Tansania nicht nur Roboter zu bauen, sondern ihnen auch beizubringen, wie Maschinen „lernen“ und „entscheiden“.
Rund 45 Teilnehmende im Alter von 10 bis 15 Jahren tauchten eine Woche lang in die Welt von KI und Robotik ein. Unter Anleitung des tansanischen Start-ups MITzKits erkundeten sie spielerisch, wo KI im Alltag vorkommt, sammelten Daten und trainierten eigene Modelle – etwa zur Erkennung von Emotionen oder für die tansanische Gebärdensprache. Dabei wurde auch über Chancen, Risiken und ethische Fragen diskutiert.
In der zweiten Hälfte bauten die Kinder eigene Roboter: kleine Kipp-Laster, die per Smartphone gesteuert wurden, getestet, verbessert und schließlich in spannenden Wettkämpfen gegeneinander antraten. Zum Abschluss durfte jedes Kind ein selbstgebautes Mini-Auto
Stolze LKW-Erbauer
Foto: Wilson Mabala-Mitzkits
mit nach Hause nehmen – ein greifbares Symbol für das Gelernte.
Neben Technik stand Teamgeist im Vordergrund: Zusammenarbeit, Präsentation und kreative Problemlösung. Diese „Soft Skills“ sind ebenso wichtig wie Programmieren, um die Zukunft aktiv mitzugestalten. Am letzten Tag präsentierten die Kinder stolz ihre Projekte Eltern und Gästen – und zeigten, wie viel Potenzial in ihnen steckt.
Was in Mwanza passiert, wünschen sich viele Kinder auch in Deutschland: Lernen mit Begeisterung, Selbstwirksamkeit und Neugier auf Zukunftstechnologien. Der Workshop zeigt, dass Bildung mit Herz, Kreativität und Technik Brücken schlagen kann – über Kontinente hinweg.
Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die diese Initiative ermöglichen. Damit Kinder in Tansania weiter entdecken können, wie spannend Lernen mit KI ist, bleibt Mwanza e.V. auf Spenden angewiesen – für eine Generation, die die Zukunft versteht und gestaltet.
Spendenkonto:
Bank: Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE31 7905 0000 0043 0217 99
BLZ: 790 500 00
BIC: BYLADEM1SWU
Benefizkonzert 25 Jahre M.W.A.N.Z.A. e.V. Zwei bekannte Chöre singen für Würzburgs Partnerstadt in Tansania
/in Aktuelles, Besuche in Mwanza, Chronik 2025, Uncategorized-DEIm November 2009 besuchte der bekannte Gospel-Rock Pop Chor Voices die Partnerstadt Mwanza in Tansania und gab dort mehrere Konzerte. Die Zusammenarbeit und Begeisterung haben über die Jahre nicht nachgelassen. Für ein Konzert zugunsten M.W.A.N.Z.A. e.V. am 26. Oktober in St. Stephan wird Voices zusammen mit dem Chor Ton-in-Ton auftreten. Das beliebte Hanauer Ensemble begeistert wie Voices mit fetzigen Gospels, bekannten Charthits und berührenden Balladen. Die Sänger der beiden sehr erfahrenen Ensembles werden das Publikum mit tollen Arrangements und begeisterndem Groove unterhalten. Bei ihrem Gesang entsteht eine inspirierende Kraft, die in Ohren und Herzen der Zuhörenden fließt und bewegt. Zu einem zündenden Finale werden sich schließlich 100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne präsentieren, Gänsehautfeeling versprochen.
Die Einnahmen des Konzertes mit Voices und Ton-in-Ton kommen gänzlich den sozialen Werken von M.W.A.N.Z.A. e.V. zugute. Dazu gehören insbesondere Mädchenförderung in Mwanza, Unterstützung einer Schule für behinderte Jugendliche, Medizinische Notfall-Versorgung und berufsfördernde Kurse.
Das Benefizkonzert findet am Sonntag 26. Okt. 2025 um 17:00 Uhr in der Kirche St. Stephan, Wilhelm-Schwinn-Platz 1 statt, Einlass ab 16:30 Uhr. Karten von 10 bis 18 Euro sind im Vorverkauf ab 20. Sept. 2025 bei www.okticket.de oder im Weltladen in der Plattnerstraße 14 erhältlich. Weitere Infos unter www.voices-wuerzburg.de
MWANZA eV – Zoom-Meeting für Montag, den 28.7. um 17.00 Uhr.
/in AktuellesThema: AIDS-Beratungsstelle und Montessori-Kindergarten in Mwanza stellen sich vor.
So werden Kontakte viel unmittelbarer: Mit der ca. 6000 km entfernten Partnerstadt Mwanza am Viktoriasee lässt sich unmittelbar reden.
Joanne Miya vom Uzima Centre in Ilemela, einem Stadtteil von Mwanza, wird von ihrem Projekt erzählen, von Selbsthilfegruppen, die gefördert werden und vom Zugang zu Schulmahlzeiten die weit mehr als eine ernährungsphysiologische Maßnahme sind. Sie sind ein gezieltes Instrument zur Förderung von Bildung und sozialem Schutz. Dieses Jahr wird das vom Würzburger Partnerkaffee gefördert.
Anunsiata Girye Peter, früher Ausbildungsleiterin im Montessori Centre in Mwanza, leitet dort den Montessori Sparkling Star Kindergarten, in dem gewaltfrei und kreativ mit Montessori Materialien erzogen wird. Sie wird über die Arbeit berichten.
Beide Projekte werden über den MWANZA eV gefördert, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Zeit: 28.Juli 2025 17:00-19:00 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
https://us06web.zoom.us/j/82276941474?pwd=PeLdx9qdtq2EmN7Nyqeila5r2XuCAY.1
Meeting-ID: 822 7694 1474
Kenncode: 916485
25 Jahre gelebte Partnerschaft
/in Aktuelles, Chronik 2025, StädtepartnerschaftMwanza e.V. feiert mit Abeneko & The Positive Minds im Keller Z87
Der Verein Mwanza e.V. hat sein 25-jähriges Bestehen mit einem mitreißenden Konzert im Keller Z87 gefeiert. Jugendliche und bis zu über 80-Jährige tanzten begeistert drei Stunden lang zu den kraftvollen Rhythmen von Abeneko & The Positive Minds, einer der spannendsten Bands der ostafrikanischen Musikszene. Der Sänger, Gitarrist, Tänzer und Choreograf Abeneko brachte mit seiner Formation eine energiegeladene Mischung aus Afro-Fusion, Funk, traditionellen Klängen und ostafrikanischen Beats auf die Bühne. Die Band überzeugte mit musikalischer Präzision, Bühnenpräsenz und starken gesellschaftlichen Botschaften.
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Jubiläumskonzert – 25 Jahre MWANZA e.V.
/in Aktuelles, Chronik 2025, Städtepartnerschaftder MWANZA e.V. feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen – ein Vierteljahrhundert engagierter Austausch und gelebte Partnerschaft zwischen Würzburg und der tansanischen Stadt Mwanza. Dieses besondere Jubiläum möchten wir mit einem musikalischen Highlight begehen:
Wir freuen uns sehr, Abeneko & The Positive Minds aus Tansania in Würzburg begrüßen zu dürfen – eine der spannendsten Stimmen der ostafrikanischen Musikszene!
📅 Datum: 04. Juli 2025
🕗 Uhrzeit: 20 Uhr
📍 Ort: Keller Z87, Würzburg
🎟️ Tickets: https://z87.de/event/250704/
Der charismatische Sänger, Gitarrist, Tänzer und Choreograf Abeneko bringt gemeinsam mit seiner siebenköpfigen Band tanzbare Afro-Fusion, Funk, ostafrikanische Rhythmen und traditionelle Klänge auf die Bühne.
Die Band steht für energiegeladene Live-Auftritte und starke Botschaften zu gesellschaftlichen und kulturellen Themen.
Ob auf Festivals in Sansibar, Südafrika oder Südkorea – ihr Sound begeistert weltweit. Und nun auch in Würzburg!
Feiern Sie mit uns 25 Jahre MWANZA e.V. – mit einem unvergesslichen Abend voller Musik, Bewegung und internationaler Verbundenheit!
🎧 Musik & mehr:
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Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.