{"id":320,"date":"2010-05-19T09:52:17","date_gmt":"2010-05-19T09:52:17","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/?p=320"},"modified":"2022-12-27T10:16:11","modified_gmt":"2022-12-27T10:16:11","slug":"behindertenfoerderung-tunweza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/behindertenfoerderung-tunweza\/","title":{"rendered":"Tunaweza &#8211; Werkstatt f\u00fcr Jugendliche mit Behinderung"},"content":{"rendered":"<h1>Behindertenf\u00f6rderung &#8220;TUNAWEZA&#8221;<\/h1>\n<p><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/annual_report_2011.pdf\">Annual report 2011 &#8220;<\/a><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/annual_report_2011.pdf\">TUNAWEZA Activity Centre and Job Assistance for Young People with Disabilities&#8221; english<\/a> (pdf)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/taarifa_mwaka_2011.pdf\">Taarifa ya mwaka 2011 &#8220;<\/a><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/taarifa_mwaka_2011.pdf\">Kituo cha Shughuli na Msaada wa Ajira kwa Vijana wenye Ulemavu&#8221; Kiswahili<\/a> (pdf)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-newsl-2011_09dt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht von Jana Schiemenz im September 2011 deutsch<\/a> (pdf)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/x-mas_booklet_nur-tunaweza.pdf\">Besuch der H,T,P, Concept Gesellschaft f\u00fcr Marketingforschung mbH TUNAWESE<\/a><\/p>\n<p><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=156%3Alaufen-fuer-qmwanzaq&amp;catid=12%3Aaktuelles-2010&amp;Itemid=35&amp;lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sch\u00fcler der GS Lengfeld und Graf-zu-Bentheim-Schule des Blindeninstituts laufen f\u00fcr &#8220;Tunaweza&#8221;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=136%3Abehindertenfoerderung-tunweza&amp;catid=18%3Akooperationspartner&amp;Itemid=34&amp;lang=de#Vereinsgr\u00fcndung\">Unterst\u00fctzer-Verein f\u00fcr Behinderten-Projekt in Mwanza gegr\u00fcndet<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza_news_aug2010_dt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht von Jana Schiemenz im August 2010<\/a> deutsch (pdf-Dokument)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza_news_aug2010_engl.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Report of Jana Schiemenz from August 2010<\/a> english (pdf-file)<\/p>\n<p><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=155%3Abehindertenzentrum-tunaweza-bericht&amp;catid=12%3Aaktuelles-2010&amp;Itemid=35&amp;lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht von Jana Schiemenz im Mai 2010<\/a><\/p>\n<h1><a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=136%3Abehindertenfoerderung-tunweza&amp;catid=18%3Akooperationspartner&amp;Itemid=34&amp;lang=de&amp;limitstart=16\"><br \/>\nSpenden<\/a><\/h1>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"caption alignright size-full wp-image-312\" title=\"Jana Schiemenz, Mitarbeiterin am Tunaweza Zentrum\" src=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-jana-schiemenz.jpg\" alt=\"Jana Schiemenz, Mitarbeiterin am Tunaweza Zentrum\" width=\"227\" height=\"322\" border=\"0\" align=\"right\" srcset=\"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-jana-schiemenz.jpg 227w, https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-jana-schiemenz-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/>\n<h1>Behindertenf\u00f6rderung \u201eTunaweza\u201c<\/h1>\n<h4>Eine Werkstatt f\u00fcr junge Menschen mit Behinderung in Mwanza\/Tansania<\/h4>\n<h2 class=\"western\">Mwanza \u2013 eine wachsende Stadt am Victoriasee<\/h2>\n<p>Buntes, gesch\u00e4ftiges Treiben in den Stra\u00dfen um den gro\u00dfen Markt. Eine Frau mit einem riesigen Tablett voll reifer Mangos auf dem Kopf, H\u00e4ndler die lautstark ihr Sammelsurium an Waren feilbieten-bunte Stoffe, Taschenlampen, W\u00e4scheklammern, Schuhe, getrocknete Fische. Hupende Autos, Karren, auf denen Baumaterialien transportiert werden, gezogen von schwei\u00df\u00fcberstr\u00f6mten Tagel\u00f6hnern, kichernde Schulkinder, telefonierende Gesch\u00e4ftsleute, dazwischen bettelnde Stra\u00dfenkinder, ein blinder Mann, der tagt\u00e4glich an der gleichen Stelle steht und mit seiner vollen Tenorstimme Kirchenlieder singt, in der Hoffnung von den vorbeigehenden Passanten daf\u00fcr einige Schillinge zu bekommen. Ein k\u00f6rperbehinderter Mann, die sich, ohne viel Beachtung zu finden, am Boden kriechend einen Weg durch das Gewimmel an der Bushaltestelle sucht. Laute Hip Hop Musik aus dem Lautsprecher eines vorbeifahrenden Wagens, ein Masaai traditionell gekleidet in roten T\u00fcchern. Ein Wirrwarr an Farben, Ger\u00fcchen und Ger\u00e4uschen &#8211; Eindr\u00fccke aus dem Alltag im Stadtzentrum von Mwanza, einer tansanischen Stadt am s\u00fcdlichen Ufer des gr\u00f6\u00dften Binnensees Afrikas, dem Victoriasee.<\/p>\n<p>Mwanza ist mit mehr als einer Million Einwohnern, nach Dar es Salaam die zweitgr\u00f6\u00dfte Metropole Tansanias. Die Stadt ist eine Zuzugsregion, deren Bev\u00f6lkerung im Verlauf der vergangenen Jahre enorm gewachsen ist und weiter w\u00e4chst. In Tansania leben 120 verschiedene Ethnien, alle mit ihrer je eigenen Kultur und Sprache. Die Mwanza Region ist traditionell Heimat der gr\u00f6\u00dften Volksgruppe Tansanias, den Sukuma. In der Stadt mischen sich jedoch mittlerweile Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die verbindende, von allen gesprochene Sprache ist Swahili, eine Sprache die zur Zeit des Sklavenhandels an der K\u00fcste Ostafrikas entstanden ist und mittlerweile nicht nur in Tansania, sondern auch in Kenia, Uganda und den \u00f6stlichen Teilen des Kongos verbreitet ist.<\/p>\n<p>Mwanza besitzt den gr\u00f6\u00dften Binnenhafen des Landes. Dies und die Anbindung an das Eisenbahnnetz macht die Stadt insbesondere nach der Befriedung der Konflikte in den Nachbarregionen (Ruanda, Burundi, Kongo) zunehmend zu einem wichtigen Wirtschafts- und Handelszentrum. W\u00e4hrend im Stadtzentrum st\u00e4ndig neue B\u00fcrogeb\u00e4ude und Hotels und in einigen Stadtteilen die gro\u00dfz\u00fcgigen H\u00e4user einer vom Wirtschaftswachstum profitierenden Mittelschicht entstehen, ist die Situation der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung von Mwanza nach wie vor von Armut und einem Leben unter einfachsten Bedingungen gepr\u00e4gt. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird auch in Mwanza un\u00fcbersehbar gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Obwohl in den Fabriken, staatlichen Institutionen und Dienstleistungsgewerben Mwanzas zunehmend Arbeitspl\u00e4tze entstehen, bleibt die Arbeitslosigkeit hoch und viele \u00fcberleben durch nur T\u00e4tigkeiten im informellen Sektor oder als Tagel\u00f6hner. Bildung und Ausbildung sind im heutigen Tansania mehr denn je der Schl\u00fcssel zu einer Verbesserung der Lebenssituation und Teilhabe am \u00f6konomischen Aufschwung.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Armut und Behinderung<\/h1>\n<p>Die Teilhabe am \u00f6konomischen und sozialen Leben bleibt insbesondere Menschen mit einer Behinderung in Mwanza bisher verwehrt. Mit einer Behinderung in Mwanza zu leben bedeutet f\u00fcr viele junge Menschen hier, ein Leben am Rande der Gesellschaft zu f\u00fchren, zu Hause ohne Besch\u00e4ftigung, nicht selten unter deprimierenden Bedingungen, einzig angewiesen auf das Wohlwollen und die Versorgung durch die Familie.<\/p>\n<p>Von den gesch\u00e4tzten 500 Millionen Menschen mit Behinderung weltweit leben nahezu 80% in Entwicklungsl\u00e4ndern. Umst\u00e4nde, die dazu f\u00fchren, dass Menschen dort weit h\u00e4ufiger von Behinderung betroffen sind als in Industrienationen, stehen oft in Zusammenhang mit den Auswirkungen von Armut. Ern\u00e4hrung und Trinkwasserversorgung, Wohn- und Arbeitsverh\u00e4ltnisse, Einkommen, die Qualit\u00e4t der Gesundheitsversorgung, aber auch Zugang zu Bildung und Informationen sind wesentliche Faktoren, die Einfluss auf die Entstehung von Behinderung haben.<\/p>\n<p>Diese Angaben der Weltgesundheitsorganisation finden sich in Mwanza best\u00e4tigt. Zu den Faktoren, die hier in hohem Ma\u00dfe zur Entstehung von k\u00f6rperlichen und geistigen Behinderungen beitragen, z\u00e4hlen zu sp\u00e4t behandelte Malaria im fr\u00fchen Kindesalter, Infektionskrankheiten wie Kinderl\u00e4hmung und Hirnhautentz\u00fcndung, mangelnde Geburtsvorsorge und Komplikationen unter der Geburt, Unf\u00e4lle und Erkrankungen durch schlechte hygienische Bedingungen. Am Schicksal vieler junger behinderter Menschen in Mwanza wird deutlich, wie schlechte Lebensbedingungen einerseits zur Entstehung von Behinderung f\u00fchren, welche wiederum mangelnde Bildungs- und Erwerbs-m\u00f6glichkeiten zur Folge haben und damit erneut Benachteiligung, Ausgrenzung und Verarmung bedingt. Ein Kreislauf, der aus eigener Kraft schwer zu durchbrechen ist.<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer geistigen Behinderung existieren in Mwanza derzeit so gut wie keine effektiven Unterst\u00fctzungsangebote. Sie bleiben weitestgehend unsichtbar und stigmatisiert als zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr die ohnehin meist \u00f6konomisch schwachen Familien. Ein Unterst\u00fctzungs- und Fr\u00fchberatungssystem sowie therapeutische Hilfen f\u00fcr Familien mit behinderten Kleinkindern fehlen bisher v\u00f6llig. Im schulischen Bereich wurden in den vergangenen Jahren erste Bem\u00fchungen unternommen, ein Bildungsangebot f\u00fcr Kinder mit Behinderungen zu schaffen. In den derzeit drei, an staatliche Grundschulen angegliederten, Schulklassen f\u00fcr Kinder mit intellektueller Behinderung finden jedoch bei weitem nicht alle betroffenen Kinder Aufnahme. Zudem k\u00f6nnen diese Schulen ihren Abg\u00e4ngern kaum eine Zukunftsperspektive nach Abschluss der Schulzeit bieten. M\u00f6glichkeiten nachschulischer, beruflicher Bildung und Besch\u00e4ftigung f\u00fcr junge Menschen mit Behinderungen existieren bisher nicht. Insbesondere Menschen mit einer intellektuellen Behinderung wird nicht zugetraut, dass sie T\u00e4tigkeiten erlernen und sich produktiv in das Gemeinschaftsleben einbringen k\u00f6nnen. So haben sie, selbst wenn sie in ihren Familien positiv angenommen und versorgt sind, was leider nicht immer der Fall ist, oft keine Chance, ihre F\u00e4higkeiten zu entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>TUNAWEZA<\/h1>\n<h2 class=\"western\"> TUNAWEZA ist ein Wort aus dem Swahili und bedeutet w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt: \u201eWIR K\u00d6NNEN\u201c.<\/h2>\n<p>Seit dem September 2009 ist TUNAWEZA der Name einer Organisation in Mwanza, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, gemeinsam mit jungen Menschen insbesondere mit Lernschwierigkeiten und geistigen Beeintr\u00e4chtigungen hoffnungsvolle Lebensperspektiven zu entwickeln, F\u00e4higkeiten zu entdecken und diese F\u00e4higkeiten in eine sinnvolle Erwerbst\u00e4tigkeit umzusetzen.<\/p>\n<p>TUNAWEZA beinhaltet die Botschaft, Menschen mit Behinderung sind keine hilflosen, nutzlosen Wesen, sondern haben im Gegenteil Potentiale, die ihnen in Mwanza bisher oftmals nicht zugetraut werden.<\/p>\n<p>TUNAWEZA will Mut machen, sich bisher Unversuchtes zuzutrauen, neue, ungewohnte Wege zu gehen und Menschen mit Behinderung in einen kreativen Prozess einzubeziehen, bei dem sie ihre Potentiale entdecken und Selbstbewusstsein entwickeln.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>1. Die Gr\u00fcnder<\/h2>\n<p>Das Team der Gr\u00fcndungsmitglieder von TUNAWEZA besteht aus Menschen verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund. Unter den Mitgliedern befinden sich mehrere tansanische Montessorip\u00e4dagogen und Sonderschullehrer, eine Heil- und Rehabilitationsp\u00e4dagogin, eine junge k\u00f6rperbehinderte Frau, ein Pfarrer und zwei Vorschul- und Grundschullehrerinnen.<\/p>\n<p>Was die Gr\u00fcnder von TUNAWEZA verbindet, ist die \u00dcberzeugung, dass junge Menschen mit einer Behinderung ebenso wie alle anderen jungen Menschen das Recht darauf haben, ihren eigenen Weg zu gehen, sich weiterzuentwickeln und gleichberechtigt am sozialen Leben ihres Umfeldes teilzunehmen. Sie sind davon \u00fcberzeugt, dass diese jungen Menschen, wenn ihnen die Chance gegeben wird, ihre F\u00e4higkeiten einzubringen, wichtige Mitglieder der Gesellschaft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>2. Die Philosophie<\/h2>\n<p>Die P\u00e4dagogik von TUNAWEZA soll gepr\u00e4gt sein von dem Bewusstsein, dass Menschen mit Behinderung Begabungen und St\u00e4rken haben, die es zu entdecken und zu f\u00f6rdern gilt. Da wo F\u00e4higkeiten und vorhandene Ressourcen in den Vordergrund gestellt werden, anstelle von Beeintr\u00e4chtigungen und Defiziten, er\u00f6ffnen sich Entwicklungschancen.<\/p>\n<p>Entwicklung, sowohl im Hinblick auf einzelne Individuen als auch in Bezug auf eine Gesellschaft, ist einen Prozess des Wachstums und Sich-Selbst-Entfaltens, der positiv unterst\u00fctzt und angeregt werden, aber nicht von au\u00dfen \u201egemacht\u201c werden kann. TUNAWEZA m\u00f6chte gemeinsam mit Betroffenen ein tragf\u00e4higes, kulturangepasstes Konzept entwickeln, dass den Bed\u00fcrfnissen behinderter Menschen und den Realit\u00e4ten in Mwanza Rechnung tr\u00e4gt und gemeinsam mit den Erfahrungen und Entwicklungen aller Beteiligten w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Die Organisation m\u00f6chte Hilfe leisten, die \u00f6kologisch und sozial nachhaltig ist. Menschen sollen keine abh\u00e4ngigen Hilfeempf\u00e4nger werden, sondern ihre Kompetenzen erweitern und dazu bef\u00e4higt werden, selbstbestimmter zu handeln und den Kreislauf von Armut und Behinderung zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Das TUNAWEZA Center soll ein Ort sein, an dem Menschen an einem kreativen Prozess teilhaben, sich in gegenseitigem Respekt und Wertsch\u00e4tzung weiterentwickeln und die Mitarbeiter gemeinsam mit den Jugendlichen mit einer Behinderung und deren Familien nach Zukunftsperspektiven und Arbeitsm\u00f6glichkeiten individuell f\u00fcr jeden Einzelnen suchen.<\/p>\n<p>TUNAWEZA m\u00f6chte mit Menschen zusammenarbeiten, die bereit sind, die gewohnten Wege und Denkmuster zu hinterfragen, Neues zu wagen und gemeinsam eine Kultur gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit auf gleicher Augenh\u00f6he zu entwickeln. Ziel ist nicht nur, Menschen mit einer Behinderung in das Arbeitsleben zu integrieren, sondern auch einen dialogischen Prozess des gemeinsamen und interkulturellen Lernens zu gestalten und als Produkt davon der Gesellschaft neue Impulse im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu geben.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>3. Das Angebot<\/h2>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"caption alignleft size-full wp-image-319\" title=\"Geb\u00e4ude der Tunaweza-Werkstatt\" src=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-gebude.jpg\" alt=\"Geb\u00e4ude der Tunaweza-Werkstatt\" width=\"355\" height=\"266\" border=\"0\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-gebude.jpg 355w, https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/tunaweza-gebude-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/>\n<p>TUNAWEZA will jungen Menschen mit Behinderungen eine M\u00f6glichkeit bieten, nach Abschluss der Schule oder ab dem Alter von 14 Jahren, falls die M\u00f6glichkeit eines Schulbesuchs nicht bestand, ihre sozialen und lebenspraktischen F\u00e4higkeiten zu erweitern und neue berufliche Fertigkeiten zu erwerben. Zu diesem Zweck wurde der Organisation von einer in Mwanza ans\u00e4ssigen Familie ein Haus mit dazugeh\u00f6riger Gartenfl\u00e4che im Stadtteil Pasiansi zur Verf\u00fcgung gestellt, in dem k\u00fcnftig die Werkstatt und das B\u00fcro von TUNAWEZA untergebracht sind. Ab Januar 2010 werden in diesen R\u00e4umen die ersten Jugendlichen mit Behinderung lernen und arbeiten. W\u00e4hrend sich TUNAWEZA in erster Linie darauf konzentrieren m\u00f6chte, ein gezieltes Angebot f\u00fcr junge Leute mit Lernschwierigkeiten und geistiger Behinderung zu schaffen, k\u00f6nnen bei Bedarf auch Menschen mit anderen Behinderungsformen ber\u00fccksichtigt werden, insofern TUNAWEZA ihnen eine sinnvolle F\u00f6rderung anbieten kann.<\/p>\n<p>Geplant ist ein zweij\u00e4hriges Trainingsprogramm, in dem die Sch\u00fcler T\u00e4tigkeiten in verschiedenen Arbeitsbereichen ausprobieren und sich, nachdem eine ihren Interessen und M\u00f6glichkeiten entsprechende T\u00e4tigkeit gefunden wurde, in diesem Bereich spezialisieren k\u00f6nnen. Im Vordergrund wird dabei stehen, ein gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliches Ma\u00df an Selbstst\u00e4ndigkeit und Selbstbestimmung zu erreichen und mit den Jugendlichen und ihren Familien gemeinsam herauszufinden, welche Arbeit oder welches Handwerk f\u00fcr jeden Einzelnen geeignet ist.<\/p>\n<p>Das Training wird in kleinen Gruppen mit individueller Betreuung und abgestimmt auf den Unterst\u00fctzungsbedarf jedes Einzelnen stattfinden. Die Anleitung \u00fcbernehmen handwerklich geschulte Mitarbeiter, die ihr Wissen und ihre Fertigkeiten unter der p\u00e4dagogischen Leitung eines tansanischen Sonderschullehrers und einer deutschen Rehabilitationsp\u00e4dagogin an die Sch\u00fcler weitergeben.<\/p>\n<p>Sicherheit gebende Routinen und feste Bezugspersonen helfen den Sch\u00fclern, insbesondere in der Anfangszeit, sich in der neuen Umgebung mit neuen Anforderungen zurechtzufinden und wohl zu f\u00fchlen. Eine neue Herausforderung wird es f\u00fcr einige der Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten sein, den t\u00e4glichen Weg zur Arbeit und zur\u00fcck nach Hause zunehmend selbstst\u00e4ndiger zu meistern. Das Center bietet neben der Ausbildung t\u00e4glich eine warme Mittagsmahlzeit. F\u00fcr den Transport zur Werkstatt am Morgen und am Nachmittag zur\u00fcck sind die Familien jedoch selbst verantwortlich. TUNAWEZA hilft mit Beratung und Unterst\u00fctzung bei der Erarbeitung eines Mobilit\u00e4tstrainings, das zum Ziel hat, die Sch\u00fcler zu bef\u00e4higen, mit m\u00f6glichst wenig Hilfestellung den Arbeitsweg bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der zweij\u00e4hrigen Trainingszeit unterst\u00fctzt und ber\u00e4t TUNAWEZA die Familien bei der Suche nach einer geeigneten Besch\u00e4ftigung f\u00fcr den betreffenden Sch\u00fcler nach Abschluss des Trainings. M\u00f6glichkeiten einer Anstellung auf dem regul\u00e4ren Arbeitsmarkt oder einer selbstst\u00e4ndigen handwerklichen T\u00e4tigkeit mit Unterst\u00fctzung durch einen Familienangeh\u00f6rigen werden gemeinsam ausgelotet und geplant.<\/p>\n<p>Ist eine geeignete M\u00f6glichkeit gefunden, bietet TUNAWEZA Beratung f\u00fcr den betreffenden Arbeitgeber sowie Begleitung und Hilfestellung f\u00fcr den behinderten Arbeitnehmer insbesondere in der Einarbeitungsphase. Beim Aufbau einer selbstst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeit steht TUNAWEZA ebenfalls beratend zur Seite. Mit dieser \u00fcber die Trainingszeit hinausgehenden Betreuung m\u00f6chte TUNAWEZA die Nachhaltigkeit der Ausbildungszeit und langfristige Integration in den Arbeitsmarkt sicherstellen.<\/p>\n<p>Sollte dies trotz aller Bem\u00fchungen nicht gelingen, besteht eine dritte M\u00f6glichkeit der besch\u00fctzten Besch\u00e4ftigung in einer der etablierten Bereiche der Werkstatt von TUNAWEZA. Die betreffenden ehemaligen Sch\u00fcler bekommen dann nach Abschluss des Trainings einen neuen Status als Werkstattmitarbeiter, verbunden mit einem, den M\u00f6glichkeiten der Organisation entsprechenden, leistungsunabh\u00e4ngigen Gehaltes. Vorrangig werden die Bem\u00fchungen jedoch darauf abzielen, Besch\u00e4ftigungen au\u00dferhalb der Werkstatt in einem geeigneten Umfeld zu finden.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>4. Die Werkstatt<\/h2>\n<p>In der TUNAWEZA Werkstatt sollen nach und nach eine Reihe verschiedener Projekte verwirklicht und die entstehenden Produkte zur langfristigen finanziellen Unterst\u00fctzung der Einrichtung verkauft werden. F\u00fcr das kommende Jahr ist der Aufbau folgender Arbeitsbereiche geplant:<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>\u00d6kologischer Gartenbau<\/h1>\n<p>Das zur Werkstatt geh\u00f6rende Grundst\u00fcck ist bereits mit einer Vielzahl verschiedener Obstb\u00e4ume und Gew\u00fcrzpflanzen angelegt und bietet Raum und fruchtbaren Boden, der zum Anbau weiterer lokaler Obst- und Gem\u00fcsesorten geeignet ist. Diese Chance wird TUNAWEZA nutzen, um Gartenbau zu unterrichten und gleichzeitig Gem\u00fcse f\u00fcr den Bedarf im Center anzubauen. Die Sch\u00fcler werden in diesem Arbeitsbereich erlernen, wie man einen Gem\u00fcsegarten anlegt und pflegt, sowie sich F\u00e4higkeiten aneignen, die zur Pflege eines Grundst\u00fcckes und Landschaftsgartens ben\u00f6tigt werden. Eine sp\u00e4tere Anstellung als G\u00e4rtner w\u00e4re f\u00fcr einige Sch\u00fcler denkbar.<\/p>\n<p>Weiterhin ist die Kooperation mit einer Organisation angedacht, die den Anbau lokaler Heilpflanzen (wie z.B. Artemisia zur Malariabehandlung und Aloe Vera) betreibt und die Herstellung von Medizin aus diesen Pflanzen vermittelt.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>Hauswirtschaft und K\u00fcche<\/h2>\n<p>Im Arbeitsbereich Hauswirtschaft und K\u00fcche werden Waschen, B\u00fcgeln, Reinigung und Kochen gelehrt. Diese F\u00e4higkeiten k\u00f6nnen den Sch\u00fclern zum einen sp\u00e4ter zu Hause n\u00fctzlich sein, aber auch helfen, eine bezahlte Anstellung als W\u00e4scherin, Haush\u00e4lterin oder K\u00f6chin zu finden. In Tansania haben viele Frauen ein kleines Einkommen, indem sie Snacks am Stra\u00dfenrand zubereiten und verkaufen. Auch dies w\u00e4re als m\u00f6gliche Besch\u00e4ftigung insbesondere f\u00fcr junge Frauen mit Lernschwierigkeiten mit gezielter Unterst\u00fctzung und Anleitung denkbar. Im Rahmen der Werkstatt ist angedacht, einen W\u00e4sche- und Reinigungsservice f\u00fcr Kunden in den anliegenden Stadtteilen Bwiru und Pasiansi zu etablieren.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Die Batikwerkstatt<\/h1>\n<p>In der Batikwerkstatt werden die Sch\u00fcler erlernen, mit Wachstechnik Stoffe mit afrikanischen Mustern zu bedrucken. Mit dieser einfachen Technik lassen sich vielf\u00e4ltige, farbenfrohe und einzigartige Stoffe kreieren, die sowohl von einheimischen Frauen getragen als auch von Besuchern in Tansania gern gekauft werden.<\/p>\n<p style=\"page-break-before: always;\">\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Die N\u00e4herei<\/h1>\n<p>Aus den selbst hergestellten Batikstoffen sowie anderen afrikanische Stoffen werden in der N\u00e4hwerkstatt Kleidungsst\u00fccke, Taschen, Decken, Kissenbez\u00fcge und andere dekorative Produkte hergestellt. Zu diesem Zweck ist die Anschaffung von 4 N\u00e4hmaschinen geplant.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Die Recycle-Kunstwerkstatt<\/h1>\n<p>Mit der zunehmenden Verbreitung westlicher Konsumg\u00fcter in Tansania wird auch das M\u00fcllproblem gr\u00f6sser. Aus weggeworfenen Dingen, wie Papier, Glasflaschen oder Dosen Neues zu sch\u00f6pfen, ist ein kreativer Weg, sich mit dieser Problematik auseinanderzusetzen und k\u00fcnstlerische Produkte zu schaffen ohne Ressourcen zu verschwenden. Derzeit pr\u00fcft TUNAWEZA die Umsetzbarkeit und Vermarktungschancen der folgenden Projektideen:<\/p>\n<p>Papierwerkstatt: Aus Altpapier und Pflanzenteilen wie Bl\u00e4ttern, Bl\u00fcten und Zwiebelschalen lassen sich in einem speziellen Verfahren neue Papierb\u00f6gen in vielf\u00e4ltigen Farben und Strukturen herstellen. Diese selbst gesch\u00f6pften Papierb\u00f6gen werden zu Umschl\u00e4gen, Briefpapier, Postkarten, Geschenkkartons, Tageb\u00fcchern, Photoalben und anderen Produkten weiterverarbeitet.<\/p>\n<p>Glasrecycle-Werkstatt: Die Idee ist, Altglas einzuschmelzen und zu Glasperlen weiterzuverarbeiten, aus denen sich Schmuck und andere Kunstgegenst\u00e4nde herstellen lassen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Begleitende Angebote<\/h1>\n<p>Die TUNAWEZA Werkstatt soll nicht nur ein Ausbildungs- und Produktionsort sein, sondern auch ein Ort sozialer Begegnung, wo junge Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen positive Kontakte und soziales Eingebunden sein erleben, Beratung und Begleitung auch f\u00fcr ihr Leben au\u00dferhalb der Werkstatt und Informationen \u00fcber ihre Rechte erhalten.<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter von TUNAWEZA verstehen es deshalb auch als ihre Aufgabe, pers\u00f6nliche Beratungsgespr\u00e4che mit den Sch\u00fclern und deren Familien zu f\u00fchren, die Jugendlichen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden zu begleiten und Seminare zu Gesundheitsvorsorge, Aufkl\u00e4rung \u00fcber HIV\/Aids, Sexualerziehung und andere die Jugendlichen betreffenden Themen zu organisieren.<\/p>\n<p>Durch engen Kontakt zur lokalen Community, \u00d6ffentlichkeitsarbeit mithilfe der Medien und einem Konzept der \u201eoffenen T\u00fcr\u201c, das an der Arbeit des Centers Interessierte jederzeit willkommen hei\u00dft, m\u00f6chte TUNAWEZA zur \u00f6ffentlichen Wahrnehmung und St\u00e4rkung der Rechte behinderter Menschen in Tansania beitragen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Zukunftsvisionen<\/h1>\n<p>Jede neue Idee ist wie ein kleines Samenkorn, dass zun\u00e4chst auf fruchtbaren Boden fallen und dann sorgf\u00e4ltig gepflegt und gen\u00e4hrt werden muss, bevor es schlie\u00dflich zu einem gro\u00dfen, starken Baum mit tiefen Wurzeln und tragf\u00e4higen \u00c4sten heranwachsen kann.<\/p>\n<p>TUNAWEZA ist bislang ein kleines, zartes Pfl\u00e4nzchen, um das sich in Mwanza engagierte Menschen bem\u00fchen, die daran glauben, dass es sich durch gemeinsame Anstrengung zu einem starken Baum entwickeln wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die weitere Zukunft haben die Gr\u00fcnder von TUNAWEZA die Hoffnung, zum Verkauf der Werkstattprodukte einen kleinen Laden im Zentrum der Stadt er\u00f6ffnen zu k\u00f6nnen und damit einen wichtigen Schritt zur Nachhaltigkeit des Projektes zu tun. Eine weitere Zukunftsvision ist, durch zwei Au\u00dfenstellen der Werkstatt in entfernten Stadtteilen, ein Angebot zu schaffen, dass f\u00fcr behinderte Jugendliche aus allen Stadtgebieten Mwanzas erreichbar ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr all diese Vorhaben braucht TUNAWEZA nicht nur das Engagement und die Kreativit\u00e4t der Beteiligten vor Ort, sondern auch die Unterst\u00fctzung durch Sponsoren und Menschen, denen gleiche Chancen f\u00fcr alle am Herzen liegen und deren Handeln von der \u00dcberzeugung getragen ist:<\/p>\n<p>Gemeinsam k\u00f6nnen wir etwas ver\u00e4ndern \u2013 TUNAWEZA!<\/p>\n<p>2009\/11 Jana Schiemenz, z.Z. in Mwanza<br \/>\nfr\u00fcher bei Masomo unf HURUMa t\u00e4tig<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Janas Aufruf<\/h1>\n<p>Mwanza, Anfang November 2009<\/p>\n<p>Ihr Lieben zu Hause,<\/p>\n<p>Ich weiss, viele von euch haben schon lang, lang nichts mehr von mir gehoert und manch einer hat sich vielleicht schon gefragt, ist die gute Jana jetzt ganz und gar in Afrika verschollen gegangen? Nein, ist sie nicht. \ud83d\ude09 Ich bin nach wie vor gesund und munter, bin immer noch in Mwanza\/ Tansania und war in den vergangenen Monaten ziemlich beschaeftigt. Der Grund: ich habe eine Organisation gegruendet. Eine lange, aufregende Geschichte, aber ich versuche mich kurz zu fassen und euch nur die wichtigsten Details zu schreiben.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit einigen anderen Leuten in Mwanza beschaeftigt mich schon lange das Problem, dass es hier fuer junge Leute mit Behinderung nach Abschluss der Schulzeit so gut wie keine Moeglichkeiten zur Berufsausbildung oder Chancen auf eine bezahlte Beschaeftigung gibt. Und das in einer Stadt von mittlerweile ca. 1 Mio Einwohnern!<\/p>\n<p>Ihr erinnert euch, dass ich hier bisher in einem Kinderheim gearbeitet habe, in dem es eine ganze Reihe von Kindern mit einer Behinderung gibt, ueber deren Zukunft wir uns natuerlich viele Gedanken machen. Zudem habe ich nach wie vor enge Kontakte zu mehreren Sonderschulklassen in Mwanza und Familien von Kindern, die ich frueher hier unterrichtet habe. Fuer diese Kinder eine Zukunftsperspektive zu finden, ist in Mwanza eine grosse Herausforderung.<\/p>\n<p>Nachdem ich seit Juli nur noch halbtags im Kinderheim arbeite, habe ich begonnen, mir gemeinsam mit Obadia, einem tansanischen Sonderschullehrer, ueber Moeglichkeiten eines beruflichen Trainings, insbesondere fuer Jugendliche mit Lernbehinderung, intensiver Gedanken zu machen. Dabei herausgekommen ist die Gruendung einer tansanischen Nichtregierungsorganisation namens TUNAWEZA, die im kommenden Jahr ein Ausbildungszentrum und eine Werkstatt fuer junge Menschen mit Behinderung eroeffnen wird. Die Plaene im Detail koennt ihr in unserem Konzept Anhang nachlesen.<\/p>\n<p>Was wir da vor haben, ist zugegebenermassen eine mutige Geschichte, aus zweierlei Gruenden: Zum einen sind Rechte behinderter Menschen und ihre Praesenz in der Oeffentlichkeit in Tansania bei weitem noch nicht so akzeptiert, wie bei uns zu Hause und viele Menschen hier vor Ort werden aeusserst skeptisch beobachten, was wir da so tun. Eine Werkstatt fuer Menschen mit Lernbehinderung und geistigen Beeintraechtigungen &#8211; das hat Mwanza bisher noch nicht gesehen.<\/p>\n<p>Der zweite Grund: Wir haben beschlossen, aus der bestehenden Notwendigkeit heraus, eine solche Einrichtung ins Leben zu rufen, zunaechst einmal ohne grosse Sponsoren oder eine Traegerorganisation im Hintergrund. Da steckt im Moment viel ehrenamtliches Engagement und Idealismus dahinter \u2013 vor allem auch von Seiten meiner tansanischen Partner. Ich glaube jedoch, dass wir auf diese Weise ein nachhaltiges Projekt aufbauen koennen, das von der Basis her waechst und wesentlich von den Ideen der tansanischen Beteiligten mitgetragen wird.<\/p>\n<p>Mit der im Moment vorhandenen Unterstuetzung ist es uns moeglich, das TUNAWEZA Center ab Januar 2010 mit drei lokalen Mitarbeitern zu eroeffnen und zunaechst bis zu 15 Jugendliche in unser Trainingsprogramm aufzunehmen. Um die laufenden Kosten jedoch laengerfristig decken und mehr Jugendlichen eine Chance auf einen Platz im Center geben zu koennen, sind wir auf weitere finanzielle Hilfe angewiesen. Da die meisten unserer kuenftigen Schueler aus armen Verhaeltnissen kommen, koennen die Familien selbst nur in sehr begrenztem Umfang zur Deckung der Ausbildungskosten beitragen. Pro Schueler entstehen uns Kosten von monatlich 50 Euro. Um diese zu decken, suchen wir Menschen, die sich vorstellen koennen, ueber einen Zeitraum von ein oder zwei Jahren eine Patenschaft fuer je einen unserer Schueler zu uebernehmen. Teilpatenschaften oder einmalige Spenden sind natuerlich auch moeglich.<\/p>\n<p>Ich persoenlich arbeite zur Zeit ehrenamtlich fuer TUNAWEZA, was ich im Moment gern tue, da ich diese Arbeit fuer sehr wichtig halte. Im kommenden Jahr ist dies jedoch keine finanziell tragfaehige Situation mehr fuer mich, da ich meine Arbeit mit dem Starehe Kinderheim dann beendet habe und ohne Einkommen hier in Mwanza lebe. Um den Aufbau des TUNAWEZA Centers im naechsten Jahr intensive mitbegleiten zu koennen, benoetige ich die Unterstuetzung eines Foerderkreises, der mir hilft, die Kosten meines Aufenthaltes in Mwanza (Unterkunft, Verpflegung, Transport, etc, das kommt auf ca. 400 Euro monatlich) zu decken. Zu diesem Zweck suche ich Foerderer, die bereit sind, meine Arbeit fuer TUNAWEZA mit einem monatlichen Beitrag oder einer einmaligen Spende auf das Vereinskonto des MWANZA e.V. in Wuerzburg zu unterstuetzen. Der MWANZA e.V. ist ein Verein zur Unterhaltung der Staedtepartnerschaft zwischen Wuerzburg und Mwanza und nimmt Spenden fuer TUNAWEZA entgegen und leitet sie entsprechend weiter, unter den Stichworten:<\/p>\n<p>\u201cTUNAWEZA in Mwanza\u201d und \u201cF\u00f6rderkreis Jana Schiemenz\u201d.<\/p>\n<p>Die Bankverbindung:<\/p>\n<p>M.W.A.N.Z.A. e.V.<\/p>\n<p>Sparkasse Mainfranken<\/p>\n<p>Konto 43021799<\/p>\n<p>BLZ 790 500 00<\/p>\n<p>Spendenquittungen k\u00f6nnen ausgestellt werden.<\/p>\n<p>Also, vielleicht kann ja jemand beim Fundraising helfen (Betriebsweihnachtsfeier, Kirchengemeinde, Schule, \u2026) oder Kontakte vermitteln. Wir von TUNAWEZA freuen uns ueber jede Art von Unterst\u00fctzung fuer unsere Arbeit.<\/p>\n<p>So, das ist ja eine ziemlich lange Mail geworden. Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, sie bis zu Ende zu lesen.<\/p>\n<p>Ganz liebe Gruesse an euch alle, von Jana.<\/p>\n<p>Kontakt: tunaweza.mza@gmail.com<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>TUNAWEZA Newsletter Februar 2010<\/h1>\n<p>Liebe Familie, Freunde und Unterst\u00fctzer,<\/p>\n<p>nachdem ich nun seit bereits drei Wochen wieder zur\u00fcck in Mwanza bin, m\u00f6chte ich Euch\/Ihnen heute ein wenig von den aktuellen Ereignissen bei TUNAWEZA berichten.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die noch nicht ganz so informiert \u00fcber meine neue Arbeit mit TUNAWEZA sind, hier ein kurzer R\u00fcckblick:<\/p>\n<p>WAS BISHER GESCHAH<\/p>\n<p>Aus der Erfahrung heraus, dass es in Mwanza bislang kein nachschulisches Angebot f\u00fcr Jugendliche mit geistiger Behinderung gab und die meisten dieser jungen Menschen, wenn sie die Sonderschulklasse verlassen, perspektivlos sind, habe ich im vergangenen Jahr gemeinsam mit 11 weiteren Gr\u00fcndungsmitgliedern eine tansanische Organisation gegr\u00fcndet. Diese tr\u00e4gt den Namen TUNAWEZA (Swahili: wir k\u00f6nnen!) und hat zum Ziel, Jugendlichen mit einer Behinderung ein zweij\u00e4hriges berufliches Training anzubieten sowie die Familien bei der Entwicklung von beruflichen Zukunftsperspektiven f\u00fcr ihre Kinder zu beraten und zu begleiten.<\/p>\n<p>Nach der Gr\u00fcndungssitzung im September 2009 (zu welcher Jana, die Vegetarierin, zwei H\u00fchner gekocht hat!) waren wir zun\u00e4chst einmal vollauf mit B\u00fcrokratie und organisatorischen Vorbereitungen besch\u00e4ftigt. F\u00fcr unsere neu gegr\u00fcndete Organisation musste eine Registrierung und eine Steuernummer beantragt, ein Bankkonto er\u00f6ffnet, Projektantr\u00e4ge an potentielle Sponsoren geschrieben, ein geeignetes Haus und zuverl\u00e4ssige Mitarbeiter gefunden werden. Insbesondere die erstgenannten Dinge sind im tansanischen Beh\u00f6rdendschungel zeit- und nervenraubend, aber sie sind uns gegl\u00fcckt. All diese Aufgaben wurden ehrenamtlich von den Mitgliedern unseres Vereinsvorstandes \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Nach diesen Vorarbeiten l\u00e4uft die Arbeit in der TUNAWEZA Werkstatt nun bereits seit Mitte Januar mit den ersten Jugendlichen.<\/p>\n<p>DAS HAUS<\/p>\n<p>Bei der Wahl des Hauses, in welchem die Werkstatt untergebracht sein soll, gab es zun\u00e4chst einige unerwartete Schwierigkeiten. Ein geeignetes Haus, welches uns zur Nutzung angeboten worden war, konnten wir letzten Endes leider nicht in Anspruch nehmen, da es mit dem Besitzer einige Missverst\u00e4ndnisse \u00fcber die k\u00fcnftige Zusammenarbeit mit TUNAWEZA gab. Wir haben uns deshalb Anfang des Jahres entschieden, ein anderes, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstiges, ger\u00e4umiges Haus mit Garten im gleichen Stadtteil zu mieten. Dieses Anwesen bietet uns r\u00e4umlich phantastische M\u00f6glichkeiten, sowohl was die Innenr\u00e4ume betrifft, als auch den Garten. Leider wurde es in den letzten Jahren nicht besonders gepflegt und es besteht einiger Renovierungsbedarf, der nicht ins Budget eingeplant war. Wir haben beschlossen, zun\u00e4chst einmal nur das Allern\u00f6tigste weitestgehend selbst zu reparieren (leckende Stellen im Dach, Dachrinnen, Sanit\u00e4ranlagen und Elektrik) und so wir Spenden daf\u00fcr erhalten, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck mit der Renovierung fortzufahren.<\/p>\n<p style=\"page-break-before: always;\">DER GARTEN<\/p>\n<p>Den Garten haben wir ebenfalls ziemlich verwildert und verwachsen vorgefunden, aber dank der tatkr\u00e4ftigen Mitarbeit zweier ehrenamtlicher Helfer sieht es da seit Ende dieser Woche schon viel versprechend aus. Nachdem das Gras gem\u00e4ht und die Steine entfernt waren, haben wir gemeinsam mit zwei unserer Jugendlichen erste Beete angelegt. Jetzt fehlt noch etwas D\u00fcnger und Regen, dann k\u00f6nnen wir s\u00e4en. Unser Gartenteam plant, mit Paprika, Tomaten, Spinat und Zwiebeln zu beginnen. Ich werde aus meinem privaten Garten einige Artemisia-pflanzen, Zitronengras und Zierpflanzen mitbringen. Wir sind gespannt, was gedeiht \u2026<\/p>\n<p>Vor dem Haus haben wir einen unterirdischen Wasserspeicher, der 40000 Liter fasst, den wir nur im Moment leider noch nicht nutzen k\u00f6nnen, da wir keine Wasserpumpe besitzen. Sobald wir Geld f\u00fcr die Anschaffung einer Pumpe haben, planen wir, das Regenwasser vom Dach in das Wasserreservoir zu leiten und in der Trockenzeit zur Bew\u00e4sserung des Gartens zu nutzen.<\/p>\n<p>DIE JUGENDLICHEN<\/p>\n<p>Nun habe ich schon eine ganze Menge \u00fcber Haus, Renovierung und Garten berichtet, aber noch nicht viel \u00fcber unsere ersten Sch\u00fcler. Wir haben beschlossen, Renovierungsarbeiten und Beginn des Trainingsprogramms f\u00fcr die ersten Jugendlichen gleichzeitig zu starten. Dies stellt uns hin und wieder vor einige organisatorische Herausforderungen, aber er\u00f6ffnet auch Chancen, unsere Sch\u00fcler in ganz verschiedene Arbeiten von Anfang an mit einzubeziehen und auszutesten, was ihnen liegt und Spa\u00df macht. Bisher haben wir f\u00fcnf Jugendliche mit Behinderung in unser Programm aufgenommen, mit zwei weiteren Jugendlichen und deren Familien sind wir im Gespr\u00e4ch. Unsere derzeitigen Sch\u00fcler sind Theodora, Kulwa, Manyecha, Steven und Nestory. Ich werde die Jugendlichen in den n\u00e4chsten Rundbriefen nach und nach kurz vorstellen. F\u00fcr heute m\u00f6chte ich einiges \u00fcber Manyecha berichten.<\/p>\n<p>MANYECHA ist ein junger Mann mit Lernbehinderung. Seine Mutter ist gestorben, der Verbleib des Vaters ist unbekannt. Manyecha lebt im Haus seiner Gro\u00dfmutter und wird von dieser unterst\u00fctzt. Bis 2005 besuchte er eine Sonderschulklasse, welche von einer Elterninitiative ins Leben gerufen wurde. Als er schlie\u00dflich zu alt f\u00fcr diese Schule wurde, blieb Manyecha wieder zu Hause. Inzwischen ist er ein junger Mann, der gern ein selbstst\u00e4ndiges Leben f\u00fchren m\u00f6chte, aber noch immer auf die Unterst\u00fctzung seiner Gro\u00dfmutter angewiesen ist. Manyecha m\u00f6chte gern arbeiten und er liebt es, eine Krawatte zu tragen, wenn er das Haus verl\u00e4sst. Das gibt ihm das Gef\u00fchl, etwas wert zu sein. Er hat einfache Hausarbeiten wie Wasser tragen, Putzen, Geschirr sp\u00fclen und Autos waschen gelernt und verbrachte seine Zeit bisher \u00fcberwiegend in der Nachbarschaft. Oft wurde er dort jedoch von lokalen Laden- und Restaurantbesitzern als kostenlose Arbeitskraft missbraucht, da Manyecha nicht rechnen kann und bisher nicht wei\u00df, welche Bezahlung er f\u00fcr eine bestimmte Arbeit verlangen kann. Wir von TUNAWEZA haben in einem gemeinsamen Gespr\u00e4ch mit Manyecha und seiner Gro\u00dfmutter vereinbart, dass Manyecha bei uns in den n\u00e4chsten 2 Jahren neue T\u00e4tigkeiten erlernen kann, die ihn bef\u00e4higen, ein selbstst\u00e4ndigeres Leben zu f\u00fchren. Dazu geh\u00f6rt neben dem Ausprobieren neuer handwerklicher F\u00e4higkeiten auch, den Umgang mit Geld zu erlernen, selbstst\u00e4ndig \u00f6ffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und f\u00fcr sich selbst zu kochen. Manyecha selbst scheint von diesen neuen M\u00f6glichkeiten ganz begeistert. Er hat in dieser Woche erstmals Malerarbeiten ausprobiert und drei Tage lang unerm\u00fcdlich und sorgf\u00e4ltig W\u00e4nde in der TUNAWEZA Werkstatt angestrichen. Mit wenig Hilfe beim Einsteigen an der Minibushaltestelle und dem passenden Fahrgeld in der Hand hat er mittlerweile auch keine Angst mehr, allein zu TUNAWEZA und am Nachmittag zur\u00fcck nach Hause zu fahren. In der Werkstatt merken wir schon jetzt, dass Manyecha eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr die ganze Gruppe sein wird. Er ist sehr sozial, liebt es Sp\u00e4\u00dfe zu machen und unterh\u00e4lt uns in den Pausen mit seinen Geschichten ganz wunderbar. Wir sind sehr optimistisch gemeinsam mit Manyecha viel erreichen zu k\u00f6nnen, was sein Leben ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>UNSER MITARBEITER TEAM<\/p>\n<p>F\u00fcr die Arbeit in der TUNAWEZA Werkstatt hat sich seit Januar ein Team von Ehrenamtlichen, Voll- und Teilzeitangestellten zusammengefunden, das ich an dieser Stelle ebenfalls kurz vorstellen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>OBADIA \u2013 ist unser Projektkoordinator, welcher gemeinsam mit mir ma\u00dfgeblich an der Gr\u00fcndung und Konzeption von TUNAWEZA beteiligt war. Obadia ist von Beruf Sonderschullehrer, der alle bisher aufgenommenen Sch\u00fcler bereits durch seine fr\u00fcheren T\u00e4tigkeiten in verschiedenen Sonderschulklassen kennt. Mit seinen sonderp\u00e4dagogischen als auch vielseitigen handwerklichen F\u00e4higkeiten bringt er f\u00fcr die Leitung unseres Werkstattteams beste Voraussetzungen mit.<\/p>\n<p>ESTER \u2013 ist eine Schneiderin, die wir f\u00fcr Hauswirtschaftsunterricht und die Leitung des k\u00fcnftigen N\u00e4hprojektes eingestellt haben. Sie hat noch nie mit behinderten Jugendlichen gearbeitet, traut sich diese Aufgabe jedoch zu und arbeitet sich seit Ende Januar mit viel Engagement in die neue Aufgabe ein.<\/p>\n<p>STEPHANO \u2013 ist ein junger Mann mit abgeschlossener Sekondarschulbildung, der selbst eine leichte K\u00f6rper-behinderung hat und gro\u00dfes Interesse an einer Mitarbeit in unserem Projekt gezeigt hat. Er wird k\u00fcnftig in Teilzeit f\u00fcr uns arbeiten und \u00fcberwiegend bei administrativen und sozialarbeiterischen Aufgaben helfen. Er soll uns v.a. dabei unterst\u00fctzen, eine enge Zusammenarbeit mit den Familien aufzubauen und Mobilit\u00e4tstraining mit unseren Sch\u00fclern durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>JASINTA \u2013 konnte ab Februar dank einer Spende von Freunden aus Oberursel zus\u00e4tzlich f\u00fcr zun\u00e4chst ein Jahr angestellt werden. Sie ist eine meiner fr\u00fcheren Kolleginnen aus dem Kinderheim und hat bereits Erfahrung in der Arbeit mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen. Sie soll vor allem helfen, F\u00f6rderpl\u00e4ne f\u00fcr die einzelnen Jugendlichen zu erstellen und Hauswirtschaft zu unterrichten.<\/p>\n<p>JANA \u2013 ich werde mich als Direktorin v.a. um organisatorische\/ administrative Belange k\u00fcmmern (Fundraising, Marketing, Buchhaltung, Zusammenarbeit mit dem Vorstand) und dem Werkstattteam in p\u00e4dagogischen und planerischen Fragen beratend zur Seite stehen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich haben wir derzeit zwei ehrenamtliche tansanische Helfer namens MPETA und NASHON, die uns an drei Tagen in der Woche mit gro\u00dfem Elan dabei unterst\u00fctzen, den Garten auf Vordermann zu bringen. Wir hoffen durch weiteres Fundraising eine M\u00f6glichkeit zu finden, f\u00fcr die beiden k\u00fcnftig eine bezahlte Teilzeitstelle zu schaffen.<\/p>\n<p>Des Weiteren helfen uns mehrere deutsche Freiwillige bei den Renovierungs- und Malerarbeiten.<\/p>\n<p>WAS STEHT AN<\/p>\n<p>Mit diesem Team und den ersten Jugendlichen haben wir das Projekt TUNAWEZA recht viel versprechend gestartet. Die Liste der vor uns liegenden Aufgaben ist lang, aber wir sind optimistisch, gemeinsam jeden Tag ein gutes St\u00fcck voran zu kommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Woche bereiten wir ein erstes Elterntreffen vor. Weiter planen wir, in den n\u00e4chsten Tagen, N\u00e4hmaschinen zu kaufen, um das N\u00e4hprojekt starten zu k\u00f6nnen, und wir hoffen, die bereits vor Weihnachten in Auftrag gegebenen M\u00f6bel endlich abholen zu k\u00f6nnen. Bisher sitzen wir auf Farbeimern statt auf St\u00fchlen und verstauen alle Werkzeuge, K\u00fcchenger\u00e4te usw. in T\u00fcten und K\u00f6rben.<\/p>\n<p>TUNAWEZA hat sich keine leichte Aufgabe vorgenommen und wir erwarten, noch mit so einigen Herausforderungen konfrontiert zu werden, doch unsere Stimmung ist von der hoffnungsvollen \u00dcberzeugung getragen, dass wir in gemeinsamer Anstrengung etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Wir halten Euch und Sie auf dem Laufenden \u00fcber unsere Arbeit und freuen uns \u00fcber jede Form von R\u00fcckmeldung und Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle bisher eingegangenen Spenden, die es uns erm\u00f6glichen, den Start des Ausbildungsprogramms zu finanzieren und erste Anschaffungen f\u00fcr die Werkstatt zu t\u00e4tigen, m\u00f6chten wir uns herzlich bedanken!<\/p>\n<p>Den heutigen Rundbrief m\u00f6chte ich mit einem tansanischen Sprichwort beschlie\u00dfen, das, wie ich finde, ganz gut auf unser TUNAWEZA Haus passt:<\/p>\n<p>Uzuri wa nyumba si rangi \u2013 fungua mlango, uingie ndani!<\/p>\n<p>Die Sch\u00f6nheit eines Hauses macht nicht seine Farbe aus \u2013 \u00f6ffne die T\u00fcr und geh hinein!<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n<p>von Jana und dem gesamten TUNAWEZA-Team!<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Spende<\/h1>\n<p>Wenn Ihr\/ Sie die Arbeit von TUNAWEZA mit einer einmaligen Spende oder in Form einer monatlichen Patenschaft f\u00fcr die Ausbildung eines unserer Jugendlichen unterst\u00fctzen m\u00f6chten, ist dies m\u00f6glich auf folgendes Spendenkonto:<\/p>\n<p><a title=\"Spendenkonto\" name=\"Spendenkonto\"><\/a>M.W.A.N.Z.A. e.V., Stichwort: \u201eTunaweza in Mwanza\u201c,<\/p>\n<p>Sparkasse Main-Franken, Konto 43021799, BLZ 79050000<\/p>\n<p>Spendenquittungen k\u00f6nnen ausgestellt werden.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h1>Unterst\u00fctzer-Verein gegr\u00fcndet<\/h1>\n<p>Daumen hoch f\u00fcr TUNAWEZA<\/p>\n<p>Mit viel Engagement wurde am Freitag, den 21. Mai in K\u00fcrnach bei W\u00fcrzburg der F\u00f6rderverein Tunaweza e.V. gegr\u00fcndet. Nach einiger Vorbereitung ist nun die M\u00f6glichkeit geschaffen, das Projekt TUNAWEZA, welches im September 2009 von der deutschen Heilp\u00e4dagogin Jana Schiemenz in Zusammenarbeit mit einheimischen Sonderschullehrern ins Leben gerufen wurde, aktiv zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr junge Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer geistigen Behinderung gibt es in Tansania, einem der \u00e4rmsten L\u00e4nder weltweit, kaum Hilfe. Die Jugendlichen sind dazu verurteilt unter deprimierenden und von Armut gepr\u00e4gten Bedingungen ein Leben am Rand der Gesellschaft zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese jungen Menschen will TUNAWEZA in W\u00fcrzburgs Partnerstadt Mwanza einen Ort sozialer Begegnung und Gemeinschaft schaffen; aber ihnen vor allem auch durch eine berufliche Ausbildung eine Zukunftsperspektive geben. In einem zweij\u00e4hrigen Trainingsprogramm k\u00f6nnen die Jugendlichen in der TUNAWEZA-Werkstatt verschieden T\u00e4tigkeiten ausprobieren und sich in einem Arbeitsbereich spezialisieren. Derzeit gibt es Angebote in Gartenbau, Hauswirtschaft und N\u00e4hen. Auch nach Beendigung des Trainings bietet TUNAWEZA Beratung und Unterst\u00fctzung beim Aufbau einer selbstst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeit oder beim Eintritt ins Erwerbsleben. Auf diese Weise bekommen junge Menschen mit Behinderungen in Mwanza die Chance, zu zeigen \u201eTunaweza- wir k\u00f6nnen etwas!\u201c -so die Bedeutung des aus dem Swahili stammenden Namens.<\/p>\n<p>Genau das schreiben sich auch die frisch gebackenen Vereinsmitglieder und ihr Vorstand auf die Fahne. Sie wollen es durch gezielte \u00d6ffentlichkeitsarbeit schaffen, Unterst\u00fctzung f\u00fcr dieses wichtige Projekt zu finden- allen voran die 1. Vorsitzende Elena Melber, die das Projekt in einigen Monaten auch direkt vor Ort unterst\u00fctzen wird.<\/p>\n<p>Der Verein freut sich \u00fcber engagierte Leute die ebenfalls zeigen wollen, dass sie etwas k\u00f6nnen und Lust haben, die Arbeit des Vereins aktiv mitzugestalten oder finanziell zu unterst\u00fctzen. Die Arbeit der TUNAWEZA-Werkstatt wird durch Vermittlung des M.W.A.N.Z.A. e.V. bereits seit einiger Zeit von W\u00fcrzburgern unterst\u00fctzt, beispielsweise durch einen von der W\u00fcrzburger Blindeninstitutsstiftung organisierten Spendenlauf.<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Die Vereinsgr\u00fcndung soll vor allem andere F\u00f6rderer deutschlandweit f\u00fcr das Projekt erschlie\u00dfen. W\u00fcrzburger\/innen k\u00f6nnen auch weiterhin \u00fcber den M.w.a.n.z.a. e.V. f\u00fcr TUNAWEZA spenden.<\/p>\n<p>Mwanza e.V.<\/p>\n<p>Konto 43021799<\/p>\n<p>Sparkasse Mainfranken<\/p>\n<p>BLZ 790 500 00<\/p>\n<p>Stichwort: TUNAWEZA<\/p>\n<p>Spendenbescheinigungen werden jeweils zum Beginn des Folgejahres an die Spenderin \/ den Spender versandt, wenn die vollst\u00e4ndige Adresse auf dem \u00dcberweisungstr\u00e4ger vermerkt ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Behindertenf\u00f6rderung &#8220;TUNAWEZA&#8221; Annual report 2011 &#8220;TUNAWEZA Activity Centre and Job Assistance for Young People with Disabilities&#8221; english (pdf) Taarifa ya mwaka 2011 &#8220;Kituo cha Shughuli na Msaada wa Ajira kwa Vijana wenye Ulemavu&#8221; Kiswahili (pdf) Bericht von Jana Schiemenz im September 2011 deutsch (pdf) Besuch der H,T,P, Concept Gesellschaft f\u00fcr Marketingforschung mbH TUNAWESE Sch\u00fcler der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":312,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-320","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kooperationspartner"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=320"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2567,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320\/revisions\/2567"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/media\/312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}