Kulturschock Würzburg? – VHS-Vortrag

Kulturschock Würzburg?

10. November in der Volkshochschule, Münzstraße 1, 19.30 h: Raum 31

Elf Schülerinnen samt zwei Lehrkräften aus Mwanza verbrachten 14 Tage in Würzburg. Die Hauswirtschafterinnen erwiderten einen Besuch ihrer Kolleginnen aus der Klara-Oppenheimer-Schule. Für die Europa-Neulinge war vieles verblüffend: Wieso gibt es keine Nachtwächter für die Sicherheit? Wie viele Maschinen werden hier in Großküchen eingesetzt! Dass Würzburg vor 60 Jahren noch soo zerstört war! In der Begegnung mit Gleichaltrigen, bei der Teilnahme am Schulalltag wurde ihnen so manches klar. 

Asumpta Lattus, gebürtige Tansanierin, und Michael Stolz, Vorsitzender des M.W.A.N.Z.A. e.V., begleiteten die Gruppe in Würzburg und berichten in Bild und Ton darüber. 

Mainfrankenmesse – Mwanza e.V. in der Afrika-Halle

Mainfrankenmesse –  Mwanza e.V. in der Afrika-Halle

 

Mwanza-Bürgermeister Manyerere besucht den Mwanza-Stand auf der Mainfrankenmesse

1. bis 9. Oktober Mainfrankenmesse in Würzburg:

In der Afrika-Halle, Zelt 2 ist auch unser Verein vertreten, zusammen mit anderen aus dem Eine Welt Forum Würzburg.  Wir zeigen Filme und Bilder von den Aktivitäten der letzten Jahre.

Gäste aus Mwanza waren:
1.- 4. Oktober: Jürgen Seitz, der am 28.9. aus Mwanza zurückgekehrt ist, um das Fußball-Projekt vorzustellen.
6.-10. Oktober: Marga van Barschot und Hoja Tarsisius, die Leiter des Kinderheimes Upendo Daima.
Eingeladen sind von der Stadt: Lord Mayor Manyerere (Chadema) und City Director Kabwe (CCM); außerdem drei Vertreter aus Mwanza, die ebenfalls einen Verkaufsstand in Halle 2 haben – Lederfabrikant Mmari Masia, Designerin Edith Modogo – sowie unser altbekannter Joseph Mlinzi von der Stadtverwaltung Mwanza.

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Deutsche Welle berichtet über Mwanza-Besucherinnen

Deutsche Welle berichtet über Mwanza-Besucherinnen

Radio Deutsche Welle brachte ein Kurzinterview von Asumpta Ngonyani mit Teilnehmerinnen einer Gruppe von Hauswirtschafts-Schülerinnen aus Mwanza zu ihrem Besuch in Würzburg – allerdings auf Kiswahili.

Hier geht es zum Interview

Deutsche Welle Kiswahili sent an interview on the stay of VETA students in Germany (9 minutes).

Asumpta Ngonyani akutana na wanafunzi wa Kitanzania wanaotembelea Ujerumani, kuzungumzia umuhimu wa ziara za masomo na mpango wa kubadilishana wanafunzi katika kuwajenga kitaaluma.
Kusoma kuna njia nyingi na moja ya njia hizo ni kutembea na kujifunza mambo kwa njia ya mbadilishano. Ndivyo ziara ya kimasomo ya wanafunzi wa vyuo vya mafunzo ya ujasiriamali vya Tanzania (VETA) inavyothibitisha.
Mtayarishaji/Msimulizi: Asumpta Ngonyani-Lattus
Mhariri: Othman Miraji
Usikilize redio DW hapa

Schülerinnen aus Mwanza in Würzburg – Mai 2011

Schülerinnen aus Mwanza 4. bis 18. Mai 2011 in Würzburg

 ENGLISH VERSION       KWA KISWAHILI      SIEHE AUCH: WÜRZBURGER SCHÜLERINNEN IN MWANZA

2. Mai 2011:  Eigentlich kann jetzt nichts mehr schief gehen: Die Visa sind von der deutschen Botschaft für die 11 Hauswirtschaftlerinnen mit ihren zwei Lehrerinnen Flaviana Minde und Joyce Kinabo erteilt. Die Gruppe befindet sich schon in Daressalam, wo am 3. Mai der Interkontinentalflug beginnt. Sr Berntraud, eine Würzburger Erlöserschwester, umsorgt sie bereits in Dar.

In Würzburg sind die Handtücher schon liebevoll mit den Namen der Gäste bestickt worden. Die Klasse H III 12 der Berufsfachschule für Hauswirtschaft an der Klara-Oppenheimer-Schule hat sie mit ihrer Fachlehrerin Martha Öhrlein gefertigt.

Nach Begrüßung der Mwanzaner auf dem Frankfurter Flughafen am 4. Mai durch ein 7-köpfiges Team aus Würzburg werden die jungen Frauen Unterkunft im Kilianeum beziehen – wo die eingestickten Namen ihnen helfen werden, sich heimisch und willkommen zu fühlen.

Zum Abendessen werden die 13 Gäste in der Regel bekocht. Dafür werden noch hilfreiche Köchinnen und Köche gesucht. Notfalls kann auch ein Restaurant-Abendessen gesponsort werden. Meldungen bitte an Michael Stolz, 0931 96481
 

 

 

 

 

 

 

17.00 h am Mittwoch, den 4. Mai 2011  im Kilianeum, 3. Stock: Noch können sie es nicht fassen: Das Ziel ihrer Reise ist erreicht: Würzburg, die Partnerstadt Mwanzas. Über 6000 km Flug hinter sich, im letzten Augenblick in Daressalam noch das Verbot des „General Director of VETA“, des Ministerialbeauftragten für die Berufsschulen in ganz Tansania: Diese Reise sei nicht ordnungsgemäß an die Zentrale gemeldet worden. In höchster Not Anrufe von Joyce Kinabo beim Vorsitzendes des M.W.A.N.Z.A. e.V. , beim Städtepartnerschaftsbeauftragte Joseph Mlinzi in Mwanza – und knapp vor dem letzten Aufruf zum Einchecken für den Flug nach Dubai das OK von höchster Stelle. Da konnte auch die etwas unbequeme Nacht im Flughafen Dubai dann nicht mehr stören: Es war für die 13-köpfige Gruppe nun klar: Es klappt!

Um 13.15 h war die Landung in Frankfurt vorgesehen, erst nach 14.00 h konnte dann der stürmische Empfang in der Halle E des Terminals 2 erfolgen: „Jambo, jambo Bwana …“ Erleichtert lagen sich alle in den Armen: eine achtköpfige Empfangsgruppe hatte sich aus Würzburg auf den Weg gemacht: Die drei Organisatoren Doris Mehling (Fachleiterin für Hauswirtschaft an der Klara-Oppenheimer-Schule), Homaira Mansury (Dozentin an der Akademie Frankenwarte), Michael Stolz (Vorsitzender des M.W.A.N.Z.A. e.V.), Asumpta Lattus (Tansanierin und Referentin im Einführungsseminar) samt vier Schülerinnen aus der Würzburger Fachakademie für Hauswirtschaft, die im letzten Juli in Mwanza gewesen waren.

Ab 14.00 h beruhigte die wunderschöne Busfahrt durch den Spessart die Gemüter; neugierige Fragen, erste Wiederannäherungen an alte Bekannte. Flaviana Minde, 39, Hauswirtschaftslehrerin an der VETA in Mwanza, ist das erste Mal außerhalb Afrikas. Sie ist noch ganz erfüllt von den Schwierigkeiten der letzten Tage. „Es ist eine harte Zeit für die jungen Frauen gewesen, aber sie haben nicht aufgehört dran zu glauben, dass es doch noch klappt. “Was erwartet sie von ihrem Aufenthalt in Deutschland? „Alles soll sich doch hier um genaue Zeiteinhaltung drehen; ich bin gespannt, wie das geht.“ Und dass vieles hier schneller gehe, leuchte ihr schon ein. Dazu gebe es ja auch meist eine bessere Ausstattung. Was möchte sie erfahren? „Normales deutsches Essen will ich kennen lernen, ein normales Hotel möchte ich sehen. Und ich bin gespannt auf die vielen Glocken, die man in Würzburg hören kann.“

Joyce Kinabo, 39, ihre Kollegin, äußert ihre Erwartungen: „Ich will sehen, wie ihr lebt. Und es soll hier so viele Museen geben, die will ich alle sehen. Befürchtungen habe ich keine. Ihr sorgt ja so sehr für uns.“ Sie war bereits vor drei Jahren in Kanada. Seit Februar ist sie an eine Hotelfachschule nach Entebbe in Uganda gewechselt. Beim Besuch im Vorjahr hatte sie das sehr intensive Programm für die Würzburger gestaltet.

21.30 h in der Akademie Frankenwarte: Alle sind geschafft vom Tag, der mit einer Einführung in der Bildungsstätte seinen Abschluss gefunden hat. Der Transport ins Kilianeum soll erfolgen. Aber wo sind die afrikanischen Gäste? Rufe verhallen in der Dunkelheit. Das gibt es doch nicht. Sie können doch nicht verschwunden sein. Da werden sie auf der Straße Richtung Würzburg gesichtet – auf eigene Faust in die Stadt zurücklaufend, aber zunehmend frierend. Wie hatten doch viele bei der Vorstellungsrunde gesagt: „My dream has come true. I am so happy to be here, but it is so cold.“

 

   Empfang bei der Würzburger Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake am 5.5.2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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18. Mai 2011: Impressionen zum Schluss

Der Tag der Abreise ist nach zwei Wochen nun gekommen. Das Reisegepäck ist angewachsen: Nicht nur das ein oder andere Geschenk ist dazugekommen, sondern reichlich wurde auch „Kuriergepäck“ vom M.W.A.N.Z.A. e.V.  mitgegeben: Noten des Chores VOICES für den Partnerchor, den sie beim Konzert Ende 2009 drüben kennen gelernt hatten, Ausstattung für Straßenjungen-Fußballer von Sportvereinen aus der Region, Stoffe für die Näharbeiten in der Behinderten-Werkstatt Tunaweza und natürlich auch Briefe und kleine Geschenke für die großen Chefs der Stadt Mwanza und der Berufsschule VETA. Die elf Schülerinnen der Sparte „Hotel Catering“ samt ihren zwei Lehrerinnen Flaviana Minde und Joyce Kinabo waren ja schließlich auf die große Reise nach Europa in die ferne Partnerstadt Würzburg geschickt worden und sollten hier ein gutes Bild abgeben – was ihnen sicher auch gelungen ist.

Nun standen zwei Lehrerinnen der Klara-Oppenheimer-Schule, im Volksmund immer noch als „Knödel-Akademie“ bekannt, und eine Würzburger Tansanierin zum Abschied vor dem Kilianeum, wo die jungen Frauen (zwischen 20 und 22 Jahre alt) vorzüglich untergebracht waren. Im Bus in Richtung Flughafen war es dann sehr ruhig, draußen schönstes Wetter – aber die Erinnerungen an all die Tage in Würzburg waren doch zu stark:

Am letzten Abend im großen Saal der Klara-Oppenheimer-Schule ein gelungenes  Abschiedsfest. Die Menukarte wies nebeneinander aus: Frankenbuffet und Mwanzabuffet. „Wir haben das als AFRänkische Gemeinschaftsleistung gestaltet“, so humorvoll Doris Mehling, die couragierte Hauswirtschafts-Fachleiterin, die diesen Schüleraustausch schon „als die größte Unternehmung meiner ganzen Dienstzeit“ ansieht. Letztes Jahr im Juli hatte sie die Würzburgerinnen ins tansanische Mwanza begleitet. Natürlich gab es Dankesreden vom Schulleiter Ott, vom M.W.A.N.Z.A. e.V. –Vorsitzenden Michael Stolz, der sich in Kisuaheli an die Besuchsgruppe wandte, und von Homaira Mansury, Dozentin an der Akademie Frankenwarte, der Dritten der Kooperationspartner für dieses Projekt. Und musikalisch war einiges geboten: ein Projektchor der FA II, alle in fränkischer oder bayrischer Tracht, eine liebevoll ausgearbeitete deutsch-englische Präsentation der deutschen Kolleginnen der Gäste, herzliche Dankesworte von Joyce Kinabo, die den fachlichen und menschlichen Gewinn der Reise nicht genug loben konnte. Als dann die jungen Frauen aus Mwanza zu singen und zu tanzen anfingen, griff die lebendige Stimmung auf die fast 100 Besucher des Abends über. Lange zog sich die Verabschiedung hin, Abschiedsphotos und Umarmungen immer wieder.

Auf der Fahrt nach Frankfurt wurden noch manche Souvenirs verteilt: Kopien der Zeitungsartikel, CDs mit Photos und Rundfunksendungen über den Besuch, einen Film über den Abschiedsabend. „Wenn ich das meiner Familie zeige, …“, ist begeistert in der Runde zu vernehmen. Die Lunch-Pakete, die von der Fachakademie für Hauswirtschaft mitgegeben worden waren, lenken ein bisschen von den Emotionen ab. Am Mittag noch waren sie im Kasino des Rathauses zu einem Abschiedsessen von Eva-Maria Barklind-Schwander, der Städtepartnerschafts-Beauftragten, empfangen und in aller Form verabschiedet worden.

Und wie sind so die Eindrücke nach diesen zwei Wochen mit gefülltem Programm? Vom Ballett „Dracula“ im Theater, der Missionsärztlichen Klinik (medizinische und hauswirtschaftliche Aspekte), dem Blindeninstitut (Schule und Großküche), Residenz samt Hofkeller, dem Hofgarten in Veitshöchheim, Shalom Europa. Den Tansania-Länderabend in der Akademie Frankenwarte haben sie kulinarisch und musikalisch-tänzerisch mitgestaltet. Sogar zu einer Spessart-Gartenparty nach Schollbrunn hatte Katharina Eich, eine Mwanzabesucherin des Vorjahres, eingeladen.

Anna, eine 21-jährige sehr aufgeschlossene VETA-Schülerin, fasst ihre Erfahrungen so zusammen. „Wir haben sehr schnell Freundschaft geschlossen mit der Nachfolgeklasse, deren Unterricht wir mitgemacht haben. Aber mit unseren Partnerinnen des Vorjahres waren wir schon noch sehr vertraut. Die Klara-Oppenheimer-Schule gefiel mir sehr; so viele Maschinen werden in der Hauswirtschaft eingesetzt, zum Kochen, Backen, zur Reinigung, zum Waschen. Da ist doch vieles leichter als bei uns. Auch auf der Straße in Würzburg wurden wir überall freundlich begrüßt. Ach, ihr seid die aus der Zeitung, hörten wir öfter.“

Das kann auch Joyce Kinabo, 39 Jahre, zur Zeit für ein Aufbaustudium in Kampala, Uganda, beurlaubte begleitende Lehrerin, bestätigt: „Die Vorteile des Lebens und der Arbeitsbedingungen hier sind schon sehr offensichtlich. Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Fachlich haben wir von den Großküchen, Gaststättenbetrieben, dem Schulalltag sehr viel profitiert. Hygiene wird bei uns natürlich auch unterrichtet – aber wie penibel das hier umgesetzt wird, hat uns überrascht. Die Praxis scheint mir hier näher an der Theorie zu sein. Wir werden sicher in unserem Unterricht und in der Berufsausübung daraus lernen können. Der Arbeitsumfang eines Schultages mit 8 Stunden ist uns auch vertraut. Na, und dann das Zeitmanagement!“ Sie schmunzelt. „Am Schluss haben wir aber auch mal auf unsere deutschen Gastgeber warten müssen.“

Homaira Mansury, Dozentin, ergänzt aus ihrer Mwanza-Begleitung von 2010: „Wie sehr haben wir aber auch ganz schnell die größere Leichtigkeit und den menschlicheren Rhythmus des afrikanischen Umgangs mit der Zeit dort genossen! Bei uns werden viele auch durch den Zeitstress krank!“

Schnell verflog die Zeit bis zum Frankfurter Flughafen. Beschriftung des Gepäcks, Warten beim Einchecken verzögerten noch den unumgänglichen Abschied von den drei Betreuern aus Würzburg. Dann aber wird es ein anrührender, sehr persönlicher Abschied: nach zwei Wochen in Mwanza im Vorjahr und zwei Wochen jetzt, die nur möglich waren, weil die drei Initiatoren in schönster Eintracht und mit ihren je eigenen Kompetenzen ganz viel bewegt hatten: Beim „Asante“ konnten die Schülerinnen kaum ihre Tränen zurückhalten – und die Organisatoren taten es ihnen gleich.

Nachtflug nach Dubai, ein paar Stunden Aufenthalt, weiter nach Daressalam bis zum Nachmittag. Eine kurze Nacht dort und eine ganz lange 1000 km-Tagesfahrt nach Mwanza. Müde, aber erfüllt werden sie zwei Tage später ankommen.

„Mama Dorisi“, wie Doris Mehling liebevoll tituliert wurde, ist auf der Rückfahrt nach Würzburg noch immer bewegt: „Sie haben schon einige mütterliche Streicheleinheiten gebraucht in dieser so fremden Umgebung, aber die Eindrücke sind unvergesslich. Bewundert habe ich das große Interesse am Fachlichen; das wurde bereitwillig aufgenommen und auch praktisch umgesetzt.“ Verschmitzt lächelnd weist sie auf die große Offenheit der Gäste hin: „Das lässt sich schon am Eiscreme zeigen: Von den sicheren Sorten Vanille und Schoko haben sie sich schnell an alle anderen Geschmacksrichtungen herangetraut; uns zuletzt haben sie sich mit Mango schon an ihre Heimat herangeschmeckt.“

Alles in allem? „Wirklich eine Begegnung der besonderen Art: auf Berufsschulebene, gegenseitig und auf Augenhöhe – und das zwischen Afrika und Europa. Das gibt es nicht so oft“, findet Michael Stolz vom M.W.A.N.Z.A. e.V.

Film über den Abschlussabend von Bernd Schmitt:

https://youtu.be/6YC40W3rJg8

 

Benefizkonzert der DFG für Mwanza

Benefizkonzert der Deutsch-Finnischen Gesellschaft für Schüleraustausch mit Mwanza

 

 

 

Nach dem stimmungsvollen Konzert am 20.3.2011 im Stückfasskeller unter der Residenz konnten durch Karin Bayha, die Vorsitzende der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (li.), stolze 3200,00 Euro an die Organisatoren des Schüleraustauschs übergeben werden: Michael Stolz, Brigitte Juchems, Leiterin der Akademie Frankenwarte (AF), Doris Mehling, Fachleiterin für Hauswirtschaft an der Klara-Oppenheimer-Schule und Homaira Mansury, Dozentin an der AF und Mit-Organisatorin des Abend (v.r.n.l.). Da kann sich der Schirmherr des Abends, der Würzburger Oberbürgermeister Georg Rosenthal (2.v.l.), zu Recht mitfreuen. Damit ist die Finanzierung des Aufenthalts der Hauswirtschaftschülerinnen aus Mwanza ein gutes Stück weiter vorangekommen.
 

Partnerschaft geht über den Magen – SPENDENAUFRUF

Partnerschaft geht über den Magen

Schüleraustausch zwischen Hauswirtschafts-Schülerinnen aus Würzburg und der Partnerstadt Mwanza

Wir befinden uns in der Halbzeit-Pause in einem ungewöhnlichen „Spiel“!

Im Juli 2010 waren 11 Würzburgerinnen aus der Fachakademie für Hauswirtschaft bei ihren Kolleginnen in Tansania zu Gast. Das war das Ergebnis einer hervorragenden Kooperation mit der Akademie für Hauswirtschaft und der Akademie Frankenwarte.  – Augenblicklich bereitet sich Hauswirtschafts-Fachleiterin Doris Mehling an der Klara-Oppenheimer-Schule auf den Gegenbesuch vor: Im Mai 2011 werden 12 Schülerinnen aus Mwanza in die ungewohnte Ferne Europas aufbrechen. Sie sollen in Würzburg ein ähnlich vielseitiges Bild von den Lebens- und Kochbedingungen erhalten samt Freuden und Problemen der Menschen.

Fast drei Wochen lang hat man sich in Schule und Freizeit kennen gelernt. Traditionelle tansanische Gerichte stellte Joyce Kinabo, die dortige Organisatorin, an der VETA-Schule den Würzburgern vor. Dagaa, mit kleinen Sardinen vergleichbaren Fischchen, sind eine beliebte und nährstoffreiche Kost in der Region rund um den Viktoriasee. Dazu gab es den Maisbrei Ugali, das Grundnahrungsmittel in Tansania.

Tansanisches Essen für die Deutschen war nur die eine Seite des Erfahrungsaustauschs. Natürlich wurde auch deutsch für die Tansanier gekocht, einschließlich Tischdekoration und Bedienung am Tisch. Ergreifend und lustig zugleich, wie hier die deutsche Nationalhymne aus der Küche zu hören war. Vorbereitet wurden Kartoffelpuffer mit Kräuter-Dip als Vorspeise, Rouladen mit Semmelknödel (wahlweise Spätzle) und bayrischem Kraut, Apfelkräpfle mit Vanillesauce – alles vorher selber auf dem Gemüsemarkt, unterstützt von Mama Salalah, im U-Turn-Supermarkt und in der renommiertesten Metzgerei der Stadt eingekauft.

Mit Hilfe unsres M.W.A.N.Z.A. e.V., der solche Begegnungen fördert, waren auch viele soziale Einrichtungen ins Programm aufgenommen worden. Und sogar das Auswärtige Amt hat diesen Austausch bezuschusst. Nun aber suchen wir aufgeschlossene Sponsoren, um den Gegenbesuch finanzieren zu können. Es soll halt nicht die sonst übliche Einbahnstraße eines Besuchs von Europäern in Afrika bleiben.

Spendenabzugsfähige Bescheinigungen werden gerne ausgestellt.

MWANZA. eV., Kto 43021799 bei Sparkasse Mainfranken (790 500 00). Kennwort Schüleraustausch. Kontakt: Michael Stolz, Vorsitzender. 0931 96481, info@mwanza.de

Mostsüppchen vom Main trifft Tilapia-Fisch am Viktoriasee

Mostsüppchen vom Main trifft Tilapia-Fisch am Viktoriasee

Ein ungewöhnlicher Besuch in Mwanza / Tansania

VHS Volkshochschule, Würzburg, Münzstr.1,

Donnerstag, 7. April 2011, 19.30 – 21.00 h, Raum 33

 

Im Sommer 2010 besuchten Schülerinnen der Fachakademie für Hauswirtschaft an der Klara-Oppenheimer-Schule für fast drei Wochen ihre Kolleginnen an der VETA in Würzburgs Partnerstadt. Ihre eigenen Eindrücke stellen sie in Bild, Film und Wort vor.

Für Mai 2011 wird der Gegenbesuch von 12 tansanischen angehenden Hauswirtschaftlerinnen samt zweier Lehrkräfte erwartet.

Wer sich über das Ungewohnte und Faszinierende eines Besuchs im Inneren Afrikas ein Bild machen will, der darf sich diesen Abend nicht entgehen lassen.

Siehe auch:  Partnerschaft geht über den Magen – SPENDENAUFRUF

Besuch der Würzburger Hauswirtschaftsschülerinnen in Mwanza, Sommer 2010

„Die Menschen in Mwanza haben wir oft sehr glücklich gesehen, auch wenn sie nicht so viel haben wie wir. Die Herzlichkeit, die uns entgegengebracht worden ist, werde ich nicht vergessen“, so Katharina, eine der Würzburger Hauswirtschaftsschülerinnen am letzten Tag ihres Aufenthaltes in Mwanza. Die Begegnungen mit unzähligen Menschen in der Stadt am Victoriasee hatten alle zwölf jungen Frauen beeindruckt, besonders ihr herzliches und kollegiales Verhältnis zu ihren tansanischen Partnerinnen: „Wir kommen aus zwei unterschiedlichen Welten, sehen anders aus – aber ansonsten haben wir so viele Gemeinsamkeiten…“, stellte Sarah fest.

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Expertin aus Mwanza ab 22.11. in Würzburg

Expertin aus Mwanza ab 22.11. in Würzburg (KW 47)

 

Bei uns Tansaniern …“, beginnt Mama Salalah, wenn sie Zustände in dem ostafrikanischen Land südlich des Viktoriasees beschreibt. Man merkt sofort, dass sie längst in ihrer zweiten Heimat verwurzelt ist, auch wenn ihr noch die tansanische Staatsangehörigkeit fehlt. Nicht mehr lange. Denn die 45-jährige gebürtige Koblenzerin mit dem deutschen Namen Christiane Strauch lebt schon lange Jahre in Würzburgs Partnerstadt Mwanza und ist eine Anlaufstelle für junge Praktikanten, die sie in die sprachliche und kulturelle Welt Tansanias einführt, Sie arbeitet dort nämlich als Dozentin an der iltc, dem International Languages Training Centre. Auch bei Würzburger Delegationen war sie wiederholt unterstützend tätig, zuletzt beim Besuch der Schülerinnen der Fachakademie Hauswirtschaft der Klara-Oppenheimer-Schule im Juli dieses Jahres. Gegenwärtig unternimmt sie eine Vortragsreise durch Deutschland, die sie von Berlin über Düsseldorf und Koblenz bis nach Würzburg führt. In der Woche ab dem 22.11. hat sie der M.W.A.N.Z.A. e.V. hierher eingeladen. Die Vormittage sind für Schulen vorgesehen. Bisher haben das Landkreis-Gymnasium in Veitshöchheim, die Hauptschule Heuchelhof, die Gemündener Realschule sowie die Klara-Oppenheimer-Schule das Angebot angenommen.

Wie breit die Themenpalette ist, die die Afrikanistin anbietet, zeigt sich an den Veranstaltungen: Am Montag., den 22.11. 20.00 h steigt sie mit dem verblüffenden Thema: „Eheboykott – ein neuer Weg der Aidsprävention“, Ort: Grünes Büro in der Textorstraße 14. Eine ungewöhnliche Selbsthilfegruppe von AIDS-Witwen wird in Mwanza von Mama Salalah begleitet; diese waren durch ihre mittlerweile gestorbenen Männer infiziert worden.

Am Donnerstag, den 25.11. um 19.00 h referiert die Mwanza-Expertin in der Umweltstation über das Thema Abfall und Wiederverwertung in dem afrikanischen Land. Freitag, 26.11., 14 –18 h und Samstag 10 –1 14 h bietet sie einen Crash Kurs Kisuaheli an der KHG, Hofstallstr. 4. Dort kann man sich auch anmelden (0931/354530). Unter www.mwanza.de findet sich ihr Themenangebot vollständig. Buchungen sind noch möglich, da noch Luft in ihrem Kalender ist.

Außerdem freut sie sich auf ein Wiedersehen mit den angehenden Hauswirtschaftsleiterinnen, deren Nachbereitungsseminar auf der Frankenwarte sie mitgestaltet.

Der M.W.A.N.Z.A. e.V. hat sie eingeladen, um dadurch auch den Stipendienfonds ihres Bildungszentrums in Mwanza zu unterstützen, das Kurse in Deutsch und Englisch sowie in Computeranwendung anbietet, aber auch Einzelfallnachhilfe nach Bedarf.

Nach 2006 ist dies der zweite Besuch von Mama Salalah in Würzburg, wohl der letzte, den sie als Deutsche (der Staatsangehörigkeit nach) unternimmt.

 

Ein zweites Mal kommt Mama Salalah nach Deutschland (nach 2006), dabei auch eine Woche nach Würzburg. Sie bietet eine Reihe von Themen an, die sie aus ihrer Perspektive darstellen wird. Wer sie kennt, weiß, dass sie als gebürtige Deutsche längst eine afrikanische Sicht der Dinge vertritt. Seit Längerem bemüht sie sich um die tansanische Staatsbürgerschaft.
Ihre Themen lassen sich den Fachbereichen Geographie, Ethik, Religionslehre, Sozialkunde zuordnen. Auch als afrikanische) Englischreferentin kann sie eingesetzt werden.

Die Städtepartnerschaft Würzburg — Mwanza hat sie bereichert durch ihre genaue Kenntnis beider Kulturen (auch Sprachen) — zum Nutzen mancher deutscher Praktikanten und als kompetente Anlaufstation für Würzburger Delegationen.

THEMEN:

THEMENKREIS ÖKONOMIE.

Wenn sich ein Generalstreik gegen die Arbeiterschaft richtet, die Situation der Arbeiter in Tanzania.

Vom afrikanischen Sozialismus zur Privatwirtschaft,
Politik und Entwicklung in Tanzania.

Kulturkonflikt, wenn ein Land sozialistisch denkt und kapitalistisch wirtschaftet……..Tanzania im Umbruch.

Die tanzanische Bildungskrise oder
Wer viel lernt arbeitet wenig, über den Zusammenhang von Kultur und Bildung als ein zentraler Faktor der Entwicklungshemmung.

Kilimo kwanza – der Primat der Landwirtscchaft in der tanzanischen Wirtschaftspolitik.

THEMENKREIS POLITIK

Agenda 50/50 2010, 50% aller Führungspositionen gehen an Frauen:
Revolution oder Evolution???

Der Kampf gegen Korruption im Wahlkampf
oder das Ende der Opposition

Die Erneuerung der Regierungspartei und die Opposition.
Analyse der aktuellen Parteienlandschaft in Tanzania.

Woran krankt die Opposition?
oder
Bedeuten mehr Parteien auch mehr Demokratie?

Über die große und die kleine Korruption
oder was ist ein guter Bürgervertreter?

THEMENKREIS FRAUEN

Gendereconomy, oder „was soll ich arm sein wenn ich schön bin“,
wie Frauen ihr Geschlecht verWERTen……

Frauen sind die besseren Volksvertreterinnen,
warum die tanzanische Regierungspartei auf die Frauen setzt.

Frauenwirtschaft, die Bedeutung der Frauen für die tanzanische Wirtschaft

Aids hat ein Geschlecht – Frauen und HIV

Frauenalltag in Tanzania.

THEMENKREIS HIV/AIDS

Aids ist weiblich – Frauen und HIV in Tanzania.

Jugend und HIV

Champion, die Kampagne für den neuen Mann

Thabo Mbeki hat doch Recht, HIV ist eine Krankheit der Armut

Der Virus und das Patriarchat.

HIV und die Dominanz des mänlichen Geschlechts

Eheboykott – ein neuer Weg der Aidsprevention.

Bei Interesse bitte rückmelden an Michael Stolz 0931 96481, m_stolz@web.de <mailto:m_stolz@web.de>, um einen Termin ausmachen zu können.
Diese Vortragsreise dient dem Sponsoring für den Stipendienfonds ihrer Einrichtung, um mittellosen Menschen eine Weiterbildung zu ermöglichen. So sind Spenden ebenfalls sehr erwünscht. (Spendenbescheinigung werden durch den M.W.A.N.Z.A. e.V. ausgestellt.