Zehn Jahre M.W.A.N.Z.A. e.V.

Gespräche und Dokumentation am Infostand beim Africa Festival 2010

Ein vietnamesischer Priester aus Mwanza, ein Afrika-Dokumentarfilmer, ein tansanischer Nähmaschinenexperte, ein Hauptschulrektor aus der Nähe Schweinfurts, eine pensionierte Schweizer Architektin, eine Diplom-Heilpädagogin –beide in Mwanza lebend-, ein Mwanzaner Künstler aus Baden-Baden, angehende Praktikanten – all das traf sich am Stand des M.W.A.N.Z.A. e.V. im Zelt der Eine Welt Forums auf dem Africa Festival. Gelebte Vernetzung!

Wisst ihr eigentlich, dass unser Verein genau vor zehn Jahren gegründet worden ist?“, fragte Martina , eine treue Infostand-Helferin Kapuschinski am Pfingstmontag in die Runde. Selbst der Vorsitzende dieser Dekade, Michael Stolz, hatte das Datum so nicht im Kopf.

Mit den auf den Info-Tafeln vorgestellten Projekten kann sich M.W.A.N.Z.A. e.V. nach 10 Jahren wirklich sehen lassen – wenn er auch nicht eigens feiert: Sie dokumentieren das erfolgreich umgesetzte Projekt „1000 Schulbänke für Mwanza“ vom Vorjahr, „mit € 65000,00 bislang der umfangreichste Impuls zur Verbesserung der Lage in der Partnerstadt am Viktoriasee“, so Stolz.

Die „Mwanza Tour 2009“ des Würzburger Chores VOICES im November zeitigt nachhaltige Folgen: eine Chorpartnerstadt mit den Chören der Nyakahoja-Gemeinde und eine Einladung an den Künstler Benjamin Mgonzwa zum „Gospel meets Africa“-Abend am 2.10. im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen.

Eine weitere Tafel stellte die neue Behinderten-Werkstätte Tunaweza vor, deren Initiatorin Jana Schiemenz am Stand anwesend war.: „Wir wollen Jugendlichen mit geistiger Behinderung Selbstvertrauen und Mitwirkungsmöglichkeiten in der Familie eröffnen. Wir können etwas – das bedeutet auch unser Name Tunaweza“, so die schon seit Längerem in Mwanza lebende Heilpädagogin.

Besonders stolz waren die drei Initiatoren auf einen bevorstehenden Schüleraustausch aus einer Hauswirtschaftsklasse der Klara-Oppenheimer-Schule. Die Lehrerein Doris Mehling atmete erleichtert auf: “Durch viele Spenden ist die erste Hälfte des Austauschs gesichert: Wir können Mitte Juli für drei Wochen an Schule und Leben unserer Partnerklasse in VETA, der Berufsschule in Mwanza, teilnehmen!“ Homaira Mansury, Dozentin der Akademie Frankenwarte, lobte das große Engagement der Mädchen: „Die haben nicht nur manche Unterstützung für Sozialprojekte in Mwanza auf die Beine gestellt, sondern zuletzt auch gehört die Reisekasse selbst mit aufgebessert.“ Damit ist dem M.W.A.N.Z.A. e.V. erneut eine Kooperation geglückt, die zeigt, wie gekonnt hier die Fäden geknüpft werden, um Würzburg und Mwanza als „Nachbarstädte auf dieser Einen Welt“ zu verschwistern.

Beim „Tor nach Afrika“ am Samstag, den 12. Juni, werden die angehenden Hauswirtschaftlerinnen mit ihren afrikanischen Häppchen auf dem Unteren Markt von 11.00 bis 16.00 h präsent sein: „Jugendliche für Afrika begeistert zu haben und ihnen den Zugang zu dieser aufregenden Welt zu ermöglichen – das ist für uns die größte Geburtstagsfreude“, so die einhellige Meinung am Infostand.

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