Presseerklärung: Am 11. Oktober wird international der „Mädchentag“ begangen, in Deutschland jetzt zum ersten Mal, seit der Bundestag am 21.9. einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.  Dadurch wollte er auf die besonderen Probleme, mit denen die Mädchen weltweit zu kämpfen haben, aufmerksam machen.

Seit 2007 wird von Seiten des M.W.A.N.Z.A. e.V. gezielt „Mädchenförderung“ in Würzburgs Partnerstadt Mwanza betrieben, im den letzten beiden Jahren durch über 17.000,00 €. Die „Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen“ (AWF) unterstützt dieses Anliegen. Beim Besuch des Oberbürgermeisters im Februar dieses Jahres konnte die ganze Delegation sich davon überzeugen, wie nötig es weiterhin ist, der Benachteiligung von Mädchen und Frauen entgegenzuwirken. Dabei geht es zum Einen darum, den Besuch weiterführender Schulen durch Mädchen besonders zu fördern, daneben aber auch um eine Förderung von Frauen auf dem zweiten Bildungsweg oder in ihrer Berufstätigkeit sowie um ein menschenwürdigeres Leben für Mädchen mit Behinderung.



Tradition und afrikanische Stammeskultur sind die Ursachen dafür, dass in Tansania begabte Mädchen nicht die gleichen Chancen erhalten wie Jungen, einen weiterführende „Secondary School“ zu besuchen oder weiter gefördert zu werden. In Mwanza kommt für die Benachteiligung der Frauen noch die große Armut als Grund hinzu. Vor allem unter den AIDS-Waisenkindern, die von Verwandten hilfsbereit angenommen wurden, erhalten allerhöchstens Jungen die Gelegenheit, weiterführende Schulen zu besuchen.  Mädchen werden lediglich für die Hausarbeit und zur Betreuung der Kinder  gebraucht.

Die jährlichen Kosten, um begabten , aber mittellosen Mädchen  und Frauen die Chance gleicher Rechte zu geben, beträgt, je nach Schultyp, Art der Unterbringung mindestens 50 € für ein ganzes Jahr, manchmal aber auch sehr viel mehr.

M.W.A.N.Z.A. e.V. sucht nun Menschen, die bereit sind, vier Jahre lang mit einer Patenschaft von je 50,00 bis 100,00 € jährlich zur Schul- oder Berufsausbildung von Mädchen oder jungen Frauen beizutragen. Einem die Fraktionen übergreifenden Aufruf haben sich auch viele Stadträtinnen seit Jahren angeschlossen. Gegenwärtig wird während des Besuchs der Techniker-Schüler der Franz-Oberthür-Schule in Mwanza bei den verschiedenen Einrichtungen die finanzielle Zuverlässigkeit überprüft. Michael Stolz legt Wert auf ein begründetes Vertrauen: „Ich besuche die Schulen oder etwa das katholische AIDS-Büro Shaloom Care House, spreche mit den geförderten Mädchen und Frauen, lasse mir aber auch die Originalbelege für den Schulbesuch aushändigen.“


So wird es möglich, dass

 

  • ein Mädchen in der  Montessori Secondary School  unterrichtet wird oder eine
  • Aidswaise  eine weiterführende Schule besuchen kann
  • in der Huruma-Schule für Kinder mit mehrfacher Behinderung Lehrerinnen und Erzieherinnen weiterhin eine Anstellung finden
  • und im  International Language Training Center Zusatzausbildungen für AIDS-Witwen mit diesen Mitteln finanziert werden konnten.


Die Auswahl der Mädchen und Frauen erfolgt durch Fachkräfte vor Ort je nach Bedürftigkeit.

Kontakt. www.mwanza.de; 0931/96481

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