Prustendes Lachen beim Blick auf das Klassenphoto aus der Josef-Grundschule in Würzburg. So war an der Viktoriaschule die Reaktion der Zweitklässer - in Mwanza am Viktoriasee. Ob es die ungewohnte Kleidung war, jedenfalls fanden die tansanischen Grundschüler das komisch. Michael Stolz, der Vorsitzende des M.W.A.N.Z.A. e. V., verteilte ihnen dann die Buntstiftzeichnungen aus Würzburg. Jetzt hielten sie einen künstlerischen Gruß ihrer gleichaltrigen Schulkameraden aus der fernen deutschen Partnerstadt in den eigenen Händen. Die Klassenlehrer halfen den Klassen gerne bei der Aufgabe sich mit eigenen Zeichnungen aus der eigenen Lebenssituation zu revanchieren.

Und so erhielten jetzt die Kinder der Josefschule in den Klassen von Isabelle Müller, Eva-Maria Kohlhaupt und Marianne Herrmann vom Briefboten Stolz ihre "Antwortpost" überbracht. Sabina war überrascht: "Die malen ja ganz ähnliche Bilder, obwohl sie so weit weg leben!“ Kilian meinte, es sei spannend zu sehen, dass die eigenen Bilder nun tatsächlich auf einem anderen Kontinent angekommen sind. Rektorin Frau Dürr versprach: „Das werden wir in einer kleinen Ausstellung auch den anderen Schülern zugänglich machen."

 

In der Viktoriaschule zeigen die Grundschüler stolz die Zeichnungen aus Würzburg

 

Erstaunt waren die Kinder, als sie Fotos vom täglichen Morgen- und Nachmittagsappell der Viktoriaschule zu sehen bekamen: Begleitet von Trommeln wird drüben de Nationalhymne und das Schullied gesungen. Natürlich tragen die Kinder dort auch dabei ihre Schuluniformen. Gelächter gab es bei den Grombühlern, als ein Kurzfilm über Lieder und Tänze gezeigt wurde. Das gekonnte Hüftschwingen der Kleinen war doch zu lustig anzusehen. Nach eigenen Sanges-Versuchen konnten die Zweitklässer ihre tansanischen Kollegen auch im Film „Simama kaa“ singen und tanzen sehen. Die Neugier war geweckt. Matilda würde gerne „einmal gucken, wie die dort lernen"

Während des Februar-Aufenthaltes der Würzburger Delegation in Mwanza wurde auch noch ein weiterer Bildertausch durchgeführt zwischen der zweiten Klasse der Steinbachtal-Burkarder-Schule und Upendo Daima, einem vom M.W.A.N.Z.A. e.V. unterstützten Kinderheim. Auch wurden farbenprächtige Bilder aus dem Kunstunterricht einer 5. Klasse am Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden dort abgegeben: Sie waren Illustrationen zu einem afrikanischen Märchen, das der „Babu“ dort den Straßenkindern vorgetragen hatten.
 In der Volksschule Grombühl ist Freude über die passende Antwort ihrer Alterkollegen aus Mwanza
Diese Aktionen entspringen der Zielsetzung des  M.W.A.N.Z.A. e.V., das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit zwischen den Partnerstädten Mwanza und Würzburg zu stärken, hier eben in kindgerechter Form. Beim Besuch einer U20-Fußballmanschaft im Juli wird das auf sportlicher Ebene weitergeführt werden.

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