Besuche in Mwanza

Würzburger zeigen sich auf der Würzburg Road in Mwanza, die vom Stadtzentrum zur Bugando-Klinik führt. Quelle: Erwin Pfeuffer„Zefui is zefui“, gab der katholische Erzbischof von Mwanza auf gut Bayrisch als Antwort auf die Frage: „Wenn Sie erst kürzlich beim Papst waren, denken Sie denn nicht auch daran, selber einmal Papst zu werden?“ Zu der spontanen Einladung in ein Erholungs- und Agrarzentrum der Kirche bei Igombe, 15 km außerhalb von Würzburgs Partnerstadt, war es gekommen, als die 19-köpfige Würzburger Reisegruppe in ihrer Unterkunft rätselte, ob das wohl ein Bischof sei, der da vor ihnen die Treppe hinaufstieg. In klarem Deutsch ließ sich der Kapuzinerpater Thaddaeus Ruwa’ichi da vernehmen: „Ja, ich bin der Bischof von Mwanza.“

„Ich hoffe meine Einbürgerung klappt rechtzeitig ...“, so schrieb Mama Salalah noch im Juli, als sie ihre Vortragsreise für November ankündigte. Seit Jahren betreibt sie diesen Schritt, weil sie sich mit dem Herzen eine ganze Tansanierin geworden ist. Im Februar 2012 konnte OB Rosenthal sich bei einem Treffen mit Staatspräsident Kikwete zwar für ihr Anliegen verwenden, aber bis jetzt hat es noch nicht geklappt. Gegenwärtiger Stand laut der letzten Auskunft von ihr: „Ich hoffe die Staatsbürgerschaft in Kürze zu erhalten.“ Die 48-jährige gebürtige Koblenzerin mit dem deutschen Namen Christiane Strauch lebt schon lange Jahre in Würzburgs Partnerstadt Mwanza und ist eine Anlaufstelle für junge PraktikantInnen, die sie in die sprachliche und kulturelle Welt Tansanias einführt. Sie arbeitet dort nämlich als Dozentin an der iltc, dem International Languages Training Centre.

VHS Münzstr.1; Zi 23;  Donnerstag, 22. November, 19.30 h:

Gemeinsam werden die Metall-Vorarbeiten für das Warmwassersystem angegangenSchüler kooperieren in "zwei Welten" - Chancen für die berufliche Zukunft.
Die Technikerklasse der Franz-Oberthür-Schule ist aus Mwanza zurück!
Ein Bericht in Wort, Bild und Ton.

Ein neuer Aspekt der Städtepartnerschaft mit der tansanischen Großstadt am Viktoriasee: Nach angehenden Hauswirtschafterinnen sammelten im Oktober ihre Techniker-Kollegen Erfahrungen an der Berufsschule in der so fernen "Schwesterstadt", wie sie drüben genannt wird. Eine solare Warmwasser-Bereitungsanlage konnte gemeinsam mit den Partnerschülern in Mwanza errichtet werden. Über ganz viele Erfahrungen wird in Wort, Bild und Ton von den Teilnehmenden berichtet.

11. bis 29. Oktober 2012 in Mwanza

Donnerstagmorgen am 25. Oktober

Es war so viel los. Ich komme erst jetzt  zum Schreiben:

8.30 h Der Fernseher läuft in unserem Freiluft-Restaurant neben der VETA-Berufsschule in Mwanza. Gerade kehren unsere Techniker-Schüler zurück von einem Morgeneinsatz an der solaren Warmwasseranlage, die sie gemeinsam mit dem 2. Jahrgang der Plumbing and Pipe Filling Students errichten. Morgen soll sie schon fertig sein.

Jetzt aber bereiten wir uns vor für den Empfang, den wir im Rathaus haben sollen. Unser altbekannter Freund Joseph Mlinzi, vom Public Relations Officer inzwischen befördert zum ???, hat es organisiert. Seit Anfang dieser Woche ist er da und hilft, die offizielle Seite des Besuchs in der Partnerstadt Mwanza mitzugestalten. Ihm ist es zu verdanken, dass wir morgen die Serengeti Brauerei besuchen dürfen, übrigens das Bier, das die 20 – 35 Jahre alten Berufsschüler abends bevorzugen. (Wegen des hohen islamischen Feiertags und weil Freitag war, fiel das leider später aus.)

In einem Seminar auf der Frankenwarte haben sich die angehenden Techniker auf ihren Besuch im Oktober vorbereitet: Kulturelle Besonderheiten, Informationen zur politischen und gesellschaftlichen Situation in Tansania, aber auch ein Kurz-Sprachkurs in Kisuaheli soll sie befähigen, die ungewohnten Erfahrungen positiv verarbeiten zu können. Zusammen mit den Schülern der Abteilung Plumbing and Drainage in Mwanza sollen sie zwei Wochen lang lernen und an Projekten arbeiten.

In der Viktoriaschule zeigen die Grundschüler stolz die Zeichnungen aus WürzburgPrustendes Lachen beim Blick auf das Klassenphoto aus der Josef-Grundschule in Würzburg. So war an der Viktoriaschule die Reaktion der Zweitklässer - in Mwanza am Viktoriasee. Ob es die ungewohnte Kleidung war, jedenfalls fanden die tansanischen Grundschüler das komisch. Michael Stolz, der Vorsitzende des M.W.A.N.Z.A. e. V., verteilte ihnen dann die Buntstiftzeichnungen aus Würzburg. Jetzt hielten sie einen künstlerischen Gruß ihrer gleichaltrigen Schulkameraden aus der fernen deutschen Partnerstadt in den eigenen Händen. Die Klassenlehrer halfen den Klassen gerne bei der Aufgabe sich mit eigenen Zeichnungen aus der eigenen Lebenssituation zu revanchieren.

Mit seinem Schreiben vom 6. März 2012 begrüßt Würzburgs OB Georg Rosenthal den für Oktober geplanten Besuch der der Technikerklasse der Franz-Oberthür-Schule:

Eine Würzburger Abiturientin 2012 möchte drei Monate (Aug-Okt oder Sept-Nov) nach Mwanza gehen, um dort in einem Kinderheim mitzuhelfen. Aufenthaltskosten drüben pro Monat ca. 300,00 € . Zu zwei macht sowas mehr Spaß. Wer aus Würzburg oder Umgebung hat Lust mit Anna zusammen aufzubrechen? Bitte meldet euch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, dann wird sie euch antworten.

Ein Bericht in Wort, Bild und Ton

VHS Münzstr.1; Zi 31;  Mittwoch, 28. März, 19.30 Uhr

Vielseitig wie das Leben ist diese deutsch-tansanische Partnerschaft: Berufschule, Kinderheim, Solarprojekt, Krankenhaus, Jugendfußball, Behinderten-Werkstatt, Stadtverwaltung: Über den Besuch im Februar 2012, bei dem auch Oberbürgermeister Georg Rosenthal teilnahm, berichten Teilnehmende der Besuchergruppe.

Zusätzliche Informationen