Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT) ist mit etwa 6,1 Millionen Mitgliedern (2012) eine der größten lutherischen Kirchen Afrikas. Sie ist aus der Mission deutscher, schwedischer und amerikanischer Missionsgesellschaften hervorgegangen. Im Norden des Landes wurden schon im 19. Jh. evang. Gemeinden gegründet, während evang. Christen im Süden in der Diaspora leben. In der ELCT sind 23 Diözesen, vergleichbar mit den deutschen evang. Landeskirchen zusammengeschlossen.

Die evang.-luth. Christen in Mwanza gehören zur „East of Lake Victoria Diocese“ (ELVD), die 1989 gegründet wurde und aus 32 Pfarreien besteht. Diese Diözese hat Partnerschaften mit Lutherischen Kirchen aus den USA, Finnland und Schweden.

 

Im Rahmen der Partnerschaften, die die Evang.-Luth. Kirche in Bayern mit der ELCT seit 1962 begonnen hat, wurde 1992 wurde in Würzburg die Partnerschaft mit dem damals erst seit 2 Jahren bestehenden Dekanat Ruvuma gegründet. Das Gebiet liegt ganz im Südwesten Tansanias und entspricht dem Regierungsbezirk Ruvuma. Auf einer Fläche der Größe Bayerns gibt es inzwischen rund 7.000 Lutheraner (vor 12 Jahren waren es noch 2.500). Aus drei Gemeinden sind zwölf geworden. In Songea befindet sich der Sitz der Diözese, 2014 aus dem Dekanat Ruvuma entstand. Neben Songea gibt es in Mbinga und Tunduru große Kirchengemeinden und viele weitere kleine Gemeinden.

In der Partnerschaft geht es um Begegnungen mit Christen, das Feiern von Gottesdiensten und die Unterstützung kirchlicher Projekte. Das Motto der Partnerschaft lautet: „Aufeinander hören - voneinander lernen - miteinander teilen". Es hat schon viele persönlichen Kontakte gegeben. Besuchsgruppen haben Ruvuma und das dekanat Würzburg erlebt, dabei war auch der Tansaniachor Würzburg. Diese Begegnungen fördern das gegenseitige Verständnis über die Kulturen hinweg. Die Christen in Ruvuma beraten im Partnerschaftskommittee über Projekte und übermitteln uns Ihre Anliegen. Der „Missionskreis“ in Würzburg fördert diese Projekte, er informiert darüber und bittet um Spenden.

In 24 Jahren Partnerschaft wurden u.a. gefördert der Bau von Pfarrhäusern und kleinen Kirchen, eines Waisenzentrums und zweier Kindergärten. Mit landwirtschaftlichen Projekten werden die Ernährungssituation der Menschen sowie das Einkommen der Gemeinden verbessert. Ein wichtiger Teil der Unterstützung ist auch die Fortbildung von Mitarbeitern.

In Würzburg arbeiten wir mit dem „Verein Würzburger Partnerkaffee e.V." zusammen. Der Tansaniachor Würzburg gestaltet Parnerschaftsgottesdienste mit. Ein Höhepunkt unserer Partnerschaft sind auch Einsätze von Mitarbeitenden in der Partnerkirche. Das Pfarrerehepaar Mhema-Kilagwa lebt bei uns und unterstützt mehrere Jahre die Partnerschaftsarbeit in Würzburg und Nordbayern.

Wir gratulieren als evang. Freunde Tansanias der Städtepartnerschaft zum Jubiläum.

 

Der Arbeitskreis für Partnerschaft und Mission des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks Würzburg

Homepage ELCT

The ELVD Head Quarter is situated in Mwanza, which is the second largest city in Tanzania, located next to Lake Victoria about 1,200 km north west of Dar-es-Salaam the business city of Tanzania. Mwanza is near other East African capital cities, such as Nairobi in Kenya, Kampala in Uganda, Bujumbura in Burundi and Kigali in Rwanda. Mwanza is also near to the Serengeti National Park.

Partnership with other Churches, Dioceses and Mission Organizations
The Diocese has also a number of partnerships with a number of churches, dioceses and church-related organizations. These include Southern Ohio Synod of Evangelical Lutheran Church in America, Mid South District of The Lutheran Church – Missouri Synod in the United States (community development project;- boreholes, evangelism, eye centers equipment and motorcycles), the Oulu and Kuopio Dioceses of the Evangelical Lutheran Church in Finland, Danmission of Denmark, Swedish Evangelical Mission SEM and Finnish Evangelical Lutheran Mission (FELM).
These churches and organizations are supporting the Diocese in various programmes both in spiritual and development work. Department of Mission, Evangelism and Stewardship are receiving plenty of support for the workers training. Southern Ohio Synod, Danmission and FELM are supporting workers training at the Nyakato Lutheran Training Centre as a capacity building. SEM is supporting the workers training by supporting the Theological Training by Extension programme.
Department is also getting support for running its mission activities. For example FELM is supporting the work of mission at the mission areas as well as the work of Cinema Leo team, the evangelism through movies.
Also several other Departments of the Diocese are receiving funds – and other support – from these organizations. Those included are the Departments for Women and Children, Christian Education, Youth, Health and Diaconia, Planning and Development.
Here it is also good to mention the support in a form of co-workers: In the end of year 2013 FELM has five workers seconded to the Diocese to work in several positions of the Diocese, working in workers training, evangelism and in child sponsorship as well as with the women’s and youth department. From ELCA there is one secondary school teacher and one person working at the Development and Planning. From Sweden there is a coordinator for Theological Education by Extension -programme.

Der zukünftige, erste Bischof von Ruvuma wird Pfr. Amon Mwenda sein. Eine achtköpfige Würzburger Delegation unter Leitung von Dekanin Dr. Weise wird im Juli nach Ruvuma reisen, um an der Amts­einsetzung des neuen Bischofs und des stellvertretenden Bischofs in Songea teilzunehmen.

Das Motto der Partnerschaft lautet: „Aufeinander hören -voneinander lernen - miteinander teilen". Die Partner­schaft ist letztlich auf zwei Säulen aufgebaut: Auf per­sönlichen Kontakten von Kontinent zu Kontinent, vor allem durch Besuche herüber und hinüber. So haben in der Vergangenheit eine Reihe Besuchsgruppen das jeweils andere Land besucht. Diese Begegnungen fördern das ge-genseitige Verständnis über die Kulturen hinweg. Wie leben Christen vom anderen Kontinent ihren Glauben? Mit welchen Problemen hat die Kirche im anderen Land zu kämpfen? Welche Sorgen plagen die Menschen im Partnerdekanat oder welche Dinge erfreuen ihr Leben? All diese Fragen können in persönlichen Gesprächen am besten erörtert werden.

Die andere Säule der Partnerschaft sind Projekte, welche die Partner gemeinsam angehen. Die Christen in Ruvuma beraten in ihrem Partnerschaftskommittee, welche Pro­jekte notwendig sind und stellen eine Prioritätenliste auf. Wir in Würzburg versuchen, diese Projekte zu fördern, indem wir die Gemeinden darüber informieren und um Spenden bitten.

Viel konnte bewegt werden in den 21 Jahren Partner­schaft. Neben dem Bau von Pfarrhäusern und kleinen Kirchen förderte der Missionskreis den Bau eines Wai­senzentrums, wo derzeit rund 60 Kinder und Jugendli­che betreut werden, zweier Kindergärten in Tunduru und Mbinga, eines Fischerboots und vieles mehr. Frauen in Mbinga betreuen Bienenvölker. Von dem verkauften Ho­nig hat die Gemeinde ein Einkommen. Auch hier haben die Würzburger unterstützt.

Mit landwirtschaftlichen Projekten wird die Ernährungs­situation der Menschen sowie das Einkommen der Ge­meinden verbessert: In Madaba werden auf mehreren Hektar Fläche Bananen und Papaya gepflanzt. Dafür be­nötigte man u.a. einen kleinen Traktor und einen Teich für die Bewässerung. Die Früchte werden auf dem regio­nalen Markt verkauft. Der Gewinn ist für die Gemeinde­arbeit wichtig. In Lilambo und Namtumbo bauen die Ge­meinden Sonnenblumen an, um Speiseöl zu gewinnen. Hier wurden Pressen und Filter angeschafft.

Hier in Würzburg findet eine sehr gute ökumenische Zu­sammenarbeit statt, etwa im „Verein Würzburger Partner­kaffee e.V.", bei dem das evang. Dekanat Würzburg Mit­glied ist. Viele der o.g. Projekte wurden durch den Verein gefördert.

Bei Großveranstaltungen wie der Mainfrankenmesse, oder bei gemeinsamen Aktionen, die vom EWF angeregt werden, arbeiten katholische und lutherische Mitarbeiter gerne zusammen. Der „Partnerkaffee" wird gemeinsam bei Katholikentagen, evang. Kirchentagen, oder z. B. beim „Tag der weltweiten Kirche" im evang. Missionswerk prä­sentiert. Die Ökumene lebt!

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