{"id":690,"date":"2014-09-29T08:39:07","date_gmt":"2014-09-29T08:39:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/index.php\/2014\/09\/29\/m-w-a-n-z-a-e-v-organisierte-besuch-in-der-partnerstadt-mwanza-und-in-tansania\/"},"modified":"2014-09-29T08:39:07","modified_gmt":"2014-09-29T08:39:07","slug":"m-w-a-n-z-a-e-v-organisierte-besuch-in-der-partnerstadt-mwanza-und-in-tansania","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mwanza.de\/wps\/m-w-a-n-z-a-e-v-organisierte-besuch-in-der-partnerstadt-mwanza-und-in-tansania\/","title":{"rendered":"M.W.A.N.Z.A. e.V.  organisierte Besuch in der Partnerstadt Mwanza und in Tansania"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_687\" style=\"width: 279px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-687\" class=\"caption alignleft size-full wp-image-687\" src=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_3_20140929_1303102842.jpg\" border=\"0\" alt=\"W\u00fcrzburger zeigen sich auf der W\u00fcrzburg Road in Mwanza, die vom Stadtzentrum zur Bugando-Klinik f\u00fchrt. Quelle: Erwin Pfeuffer\" title=\"W\u00fcrzburger zeigen sich auf der W\u00fcrzburg Road in Mwanza, die vom Stadtzentrum zur Bugando-Klinik f\u00fchrt. Quelle: Erwin Pfeuffer\" width=\"269\" height=\"177\" style=\"float: left; margin: 5px 10px;\" srcset=\"http:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_3_20140929_1303102842.jpg 480w, http:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_3_20140929_1303102842-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><p id=\"caption-attachment-687\" class=\"wp-caption-text\">W\u00fcrzburger zeigen sich auf der W\u00fcrzburg Road in Mwanza, die vom Stadtzentrum zur Bugando-Klinik f\u00fchrt. Quelle: Erwin Pfeuffer<\/p><\/div>\u201eZefui is zefui\u201c, gab der katholische Erzbischof von Mwanza auf gut Bayrisch als Antwort auf die Frage: \u201eWenn Sie erst k\u00fcrzlich beim Papst waren, denken Sie denn nicht auch daran, selber einmal Papst zu werden?\u201c Zu der spontanen Einladung in ein Erholungs- und Agrarzentrum der Kirche bei Igombe, 15 km au\u00dferhalb von W\u00fcrzburgs Partnerstadt, war es gekommen, als die 19-k\u00f6pfige W\u00fcrzburger Reisegruppe in ihrer Unterkunft r\u00e4tselte, ob das wohl ein Bischof sei, der da vor ihnen die Treppe hinaufstieg. In klarem Deutsch lie\u00df sich der Kapuzinerpater Thaddaeus Ruwa\u2019ichi da vernehmen: \u201eJa, ich bin der Bischof von Mwanza.\u201c<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die unwirkliche Atmosph\u00e4re am Ufer des Viktoriasees unter den ersten B\u00e4umen wurde durch den Sonnenuntergang noch verst\u00e4rkt. Die W\u00fcrzburger lie\u00dfen sich das Buffet schmecken und erfuhren so manches aus der Kirchenpolitik Tansanias. Als in der tansanischen Bischofskonferenz zust\u00e4ndiger Bischof f\u00fcr Gesundheitsfragen war er in diesem Jahr bereits Gast der Missions\u00e4rztlichen Klinik in W\u00fcrzburg gewesen.<\/p>\n<p>In Mwanza standen Projekte, die aus W\u00fcrzburg vom M.W.A.N.Z.A. e.V.\u00a0 unterst\u00fctzt werden, im Mittelpunkt des Interesses der Reisegruppe: So beeindruckte das Stra\u00dfenkinderprojekt Malimbe Family die Gruppe, unter ihnen auch viele Lehrer, durch die \u00fcbersichtliche, familien\u00e4hnliche Struktur und die gegl\u00fcckte Verbindung von Tradition und Moderne. Unweit des Sitzkreises um das abendliche Lagerfeuer mit einem Geschichtenerz\u00e4hler steht das \u00fcber den Verein finanzierte \u201eEducation and Day Care Centre\u201c, das Nachhilfe, Lernangebote und eine Bibliothek mit Arbeitspl\u00e4tzen bietet. Nach den faszinierenden Akrobatikvorf\u00fchrungen schmeckte das Essen im Versammlungspavillon, w\u00e4hrend drau\u00dfen ein sturzbach\u00e4hnlicher Regen niederging.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_688\" style=\"width: 363px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-688\" class=\"caption alignright size-full wp-image-688\" src=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_1_20140929_2046473618.jpg\" border=\"0\" alt=\"Freundlicher Empfang abseits gebahnter Wege: Man sieht den Menschen an, wie sehr sie sich \u00fcber ein gemeinsames Photo mit Besuchern aus der Partnerstadt w\u00fcnschen. In der Mitte der stolze Besitzer des nicht offiziell registrierten Hauses.. Quelle: Bj\u00f6rn S\u00f6ldner\" title=\"Freundlicher Empfang abseits gebahnter Wege: Man sieht den Menschen an, wie sehr sie sich \u00fcber ein gemeinsames Photo mit Besuchern aus der Partnerstadt w\u00fcnschen. In der Mitte der stolze Besitzer des nicht offiziell registrierten Hauses. Quelle: Bj\u00f6rn S\u00f6ldner\" width=\"353\" height=\"272\" style=\"float: right; margin: 5px 10px;\" srcset=\"http:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_1_20140929_2046473618.jpg 480w, http:\/\/mwanza.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_1_20140929_2046473618-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><p id=\"caption-attachment-688\" class=\"wp-caption-text\">Freundlicher Empfang abseits gebahnter Wege: Man sieht den Menschen an, wie sehr sie sich \u00fcber ein gemeinsames Photo mit Besuchern aus der Partnerstadt w\u00fcnschen. In der Mitte der stolze Besitzer des nicht offiziell registrierten Hauses. Quelle: Bj\u00f6rn S\u00f6ldner<\/p><\/div>Wie l\u00e4ndlich abseits der Stra\u00dfe gelegene Bereiche selbst innerhalb des Stadtgebietes sind, pr\u00e4sentierte sich bei einer Wanderung \u00fcber felsige Stege: Freundlich wurden die \u201eWei\u00dfen\u201c auf den Vorplatz eines H\u00e4uschens gebeten, um etwas aus der fremden Welt zu erfahren. Da war auch das Alter der Besucher von Interesse, es lag zwischen 14 und 70 Jahren. So gelangte man, an einem archaischen Steinbruch vorbei, wo die Steine mit dem Hammer auf Schottergr\u00f6\u00dfe verkleinert wurden, zum Lubango-Gemeindezentrum in Nyashana: Kindergarten, ein Hauswirtschaftsgrundkurs f\u00fcr junge Frauen, eine kleine Bibliothek mit Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr Sekundarsch\u00fcler, eine Mehrzweckhalle, eine Kapelle und Jugendarbeit am Nachmittag machen hier das Leben aus. Die Liechtensteinerin Johanna Sele-Rutimwa arbeitet gerade ihre Nachfolgerin Sophie Ngalya ein, damit eine gute Weiterf\u00fchrung der Arbeit gesichert ist.<\/p>\n<p>In der Behindertenwerkstatt Tunaweza (=Wir k\u00f6nnen was!) erl\u00e4uterte der Leiter Obadia Kalumbete das Konzept: Die Jugendlichen sollen alltagstauglich gemacht werden, gar noch zum Familieneinkommen durch ihre F\u00e4higkeiten beitragen. Trotz der baulichen Enge gibt es die Speziaisierungen Kochen, Batiken, Gartenpflege, N\u00e4hen und Papiersch\u00f6pfen. M.W.A.N.Z.A. e.V. will beim Neubau eines austeichend gro\u00dfen Hauses behilflich sein.<\/p>\n<p>\u00a0<span style=\"line-height: 1.3em;\">Nat\u00fcrlich durfte auch ein Besuch im Rathaus nicht fehlen. Stadtr\u00e4tin Benita Stolz \u00fcberbrachte ein Gru\u00dfwort des W\u00fcrzburger Oberb\u00fcrgermeisters Christian Schuchardt. Anschlie\u00dfend wurde das im Dezember zu er\u00f6ffnende riesige Einkaufszentrum besichtigt, bevor in der Isamilo Lodge ein Mittagessen auf die G\u00e4ste der Stadt wartete. Die erfolgreiche Ankunft des W\u00fcrzburger M\u00fcllfahrzeugs wurde dankbar erw\u00e4hnt. Trotz der langwierigen Transportumst\u00e4nde \u2013 mehr als ein halbes Jahr zog sich das hin \u2013 war auch die Beiladung komplett ausgeliefert worden. So freute sich Sr Denise Mattle \u00fcber die Kindergartenm\u00f6bel aus der Oberzeller Partner-Montessori-Schule, das Kinderheim Fonelisco erhielt Kinderkleidung und die Feuerwehr Schutzanz\u00fcge von den W\u00fcrzburger Kollegen.<\/span><\/p>\n<p>Der ganz anderen Welt eines afrikanischen Krankenhauses kam man nahe, f\u00fcr manche fast zu nah, bei einer F\u00fchrung durch das Gro\u00dfkrankenhaus des Bugando Medical Centre.<\/p>\n<p>Die weiteren Stationen der dreiw\u00f6chigen Reise weiteten den Blick f\u00fcr die Vielfalt von Tansania. Michael Stolz, Organisator der Reise und Vorsitzender des M.W.A.N.Z.A. e.V., hatte an den Beginn die deutsche Botschaft und die Friedrich-Ebert-Stiftung in Daressalam gestellt, um die deutsch-tansanischen Beziehungen in der Breite aufzuzeigen. Zwei Tage brauchte dann die Fahrt auf dem Landweg nach Mwanza, \u00fcber 1000 km auf gut asphaltierten Stra\u00dfen. Da viele Siedlungen als Stra\u00dfendorf angelegt sind,\u00a0 waren im Vorbeifahren die ganze Lebendigkeit und das Gesch\u00e4ftstreiben gut wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch der Partnerstadt folgte fast f\u00fcr alle der Besuch in der nahegelegenen Serengeti sowie dem Ngorongoro-Krater oder eine Besteigung des Mount Meru, der sich mit fast 4600 Metern H\u00f6he neben dem Kilimandscharo erhebt. \u201eWir haben die big five, also die gr\u00f6\u00dften Wildtiere, alle gesehen\u201c, schw\u00e4rmten die Jugendlichen in der Gruppe, Stella, Chiara und Susanne.<\/p>\n<p>Bagamoyo, die geschichtstr\u00e4chtige Kleinstadt am Indischen Ozean, rief die Zeit des Sklavenhandels und der anschlie\u00dfenden deutschen Kolonisierung wach, bis hin zum Besuch eines deutschen Soldatenfriedhofs aus der Zeit um 1900. In Bagamoyo steht auch das \u00e4lteste Post- und Telegrafenamt Ostafrikas, das \u00fcber hundert Jahre alt ist. Beim Stadtrundgang wurde klar, wie deutlich und konsequent sich die Kirchen von Anfang an f\u00fcr die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt hatten. Die Urw\u00fcchsigkeit von Musik und Tanz zog die W\u00fcrzburger in ihren Bann beim Konzert der Zawose-Familie. Bei einer Welttournee von Peter Gabriel hatten sie 2007 teilgenommen.<\/p>\n<p>Auf Sansibar, in der Stadt zun\u00e4chst und dann am \u201eS\u00fcdseestrand\u201c, war noch Zeit auszuspannen und die Eindr\u00fccke zu verarbeiten. Klaus Wenger, Lehrer am Gr\u00fcnewald-Gymnasium, freute sich \u00fcber den sauberen Eindruck, den das Land im Vergleich zu Indien beim ihm hinterlassen habe. \u201eDie Menschen haben hier ein bescheidenes Auskommen und leben in W\u00fcrde. Doch die Infrastruktur muss noch verbessert werden, abseits der Hauptstra\u00dfen h\u00f6rt der Asphalt recht bald auf.\u201c Dr. Rotraud Ries, die Leiterin des Johanna-Stahl-Zentrums: \u201eMich hat die Vielfalt des Landes begeistert, von der Landschaft \u00fcber das Klima bis hin zu den Menschen. Obwohl ich wusste, dass Tansania zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt z\u00e4hlt, traf die Armut mich doch unerwartet. In wie verschiedenen Welten leben wir doch!\u201c Das gro\u00dfe Beharrungsverm\u00f6gen in der Gesellschaft verlangsame den Fortschritt sp\u00fcrbar, obwohl es so viele aufgeschlossene Menschen gebe.<\/p>\n<p>Erwin Pfeuffer, Schulamtsdirektor, sprach wohl f\u00fcr die allermeisten, wenn er seine Bilanz zieht: \u201cEs war eine gute Entscheidung, an dieser Reise teilgenommen zu haben, zumal ich durch Vorarbeit, Verbindungen und vielseitige Erfahrungen des M.W.A.N.Z.A. e.V. einmalige Eindr\u00fccke von Tansania und Mwanza sammeln konnte, die es auf einer normalen Urlaubsreise nicht gegeben h\u00e4tte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBei dieser Reise hat sich eine tolle lebendige St\u00e4dtepartnerschaft gezeigt, mit vielen wirksamen Projekten in einem wundersch\u00f6nen Land und dankbaren, interessanten Menschen\u201c, res\u00fcmierte Vereinsmitglied Dr. Gunther Schunk, Kommunikationschef bei Vogel Business Media: \u201eIch bin froh, meine beiden T\u00f6chter, die 14 und 19 sind, mitgenommen zu haben, um ihnen Afrika und seine Themen nahe zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Das Anliegen einer Bildung f\u00fcr alle m\u00f6chte M.W.A.N.Z.A. e.V. vor allem durch sein Projekt der \u201eM\u00e4dchenf\u00f6rderung\u201c M\u00e4F\u00f6G voranbringen, f\u00fcr das weiterhin Spenden gesucht werden. Siehe auf <a href=\"http:\/\/www.mwanza.de\/\">www.mwanza.de<\/a> unter diesem Stichwort.<\/p>\n<p>Am Mittwoch, den 22.Oktober wird in der W\u00fcrzburger Volkshochschule, M\u00fcnzstra\u00dfe 1, um 19.30 h ein Bericht von der Reisegruppe zu sehen und zu h\u00f6ren sein.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Michael Stolz<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-689\" src=\"http:\/\/wp1048575.server-he.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/besuch_in_mwanza_2014_2_20140929_1514499411.jpg\" border=\"0\" alt=\"Stolz empf\u00e4ngt Schulleiter Juma Kilaya die Besuchergruppe in seinem Amtszimmer in der Bugando Primary School, der eine Sonderschulklasse f\u00fcr h\u00f6rgesch\u00e4digte Kinder angegliedert bist. Quelle: Rotraud Ries\" title=\"Stolz empf\u00e4ngt Schulleiter Juma Kilaya die Besuchergruppe in seinem Amtszimmer in der Bugando Primary School, der eine Sonderschulklasse f\u00fcr h\u00f6rgesch\u00e4digte Kinder angegliedert bist. 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